Klötze. Das Spiel- und Spaßsportfest anlässlich des Europäischen Protesttages zur Gleichstellung behinderter Menschen am Donnerstag in Klötze war "eine gelungene Sache" (wir berichteten). Das sagte gestern Horst Staaks, Vorsitzender des Behinderten- und Rehabilitationssportvereins Salzwedel.

Dazu hatten zahlreiche Helfer aus Schulen und von Institutionen beigetragen. Mit einem Informationsstand war beispielsweise das Aktionsbündnis für seelische Gesundheit vertreten. Dessen Mitglieder fordern von Politikern eine Gleichbehandlung für psychisch Behinderte. Über ihre Angebote für behinderte und nichtbehinderte Menschen informierten auch der Paritätische und die AOK.

Dicht umlagert waren die Schützen des Kuhfelder Sportvereins. Bei ihnen konnte jeder Schüler mit Pfeil und Bogen auf Zielscheiben schießen. Das wollte auch die Bundestagsabgeordnete Katrin Kunert ausprobieren. Eine Neun und eine Sieben traf sie, ein Schuss ging jedoch daneben.

Vertreter des Medina-Heimes in Klötze und die Lebenshilfe bereicherten das Sportfest mit ihren Angeboten zudem. Ebenso betreuten Schüler aus der Region einige der Anlaufpunkte. Denise Hausmann und Marielle Warnecke vom Beetzendorfer Gymnasium hatten das Galgenkegeln übernommen. Etwas abseits auf dem Zinnberg hatte das Kaltblut-Team aus Mechau einen Parcours aufgebaut. Dort konnten Interessenten mit den gutmütigen Kaltblutpferden das therapeutische Reiten ausprobieren. "Kinder von Grundschulen, Sekundarschulen und Lernbehindertenschulen aus dem ganzen Altmarkkreis sind heute dabei", berichtete die Kreis-Gleichstellungsbeauftragte Ilka Speckhahn. "Wir wollen, dass sich die Kinder besser kennenlernen und ihre Fähigkeiten austesten, um Vorurteile zu überwinden." Deshalb gebe es bei den Sportspielen auch keine Wertung. Den Kindern hat es gefallen.

   

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