Nachdem Dr. Heike Schroll bereits mit ihrem ersten Altmark-Krimi "Blutbuchen" Premiere auf dem Gutshof in Zichtau gefeiert hatte, stellte sie am Freitag dort auch ihr zweites Buch "Eisblumen" vor. Erneut ermitteln die von Schroll geschaffenen Figuren Judith Brunner, Walter Dreier und Laura Perch in einem rätselhaften Mordfall im Dörfchen Waldau.

Zichtau. Dr. Heike Schroll hat am Freitagabend in der Orangerie des Gutshofes Zichtau ihren zweiten Altmark-Krimi Eisblumen präsentiert. Wie der Vorgänger spielt auch dieser Kriminalroman in einem Dörfchen namens Waldau bei Gardelegen. Hauptkommissarin Judith Brunner, Dorfpolizist Walter Dreier und Archivarin Laura Perch ermitteln in einem winterlichen Mordfall. Eine Leiche im Eiswasser, ein beinah ertrunkenes Kind, das nackt in einem Sack und versteckt unter einer Plane aufgefunden wird, bilden die Grundlage und lassen viel Freiraum für Spekulationen.

Einstieg in den Roman, der in den 80er Jahren spielt, bildet aber eine recht amüsante Jagd auf ein Hausschwein, das geschlachtet werden soll. Viele der 100 Gäste kannten das Schlachten noch aus eigener Erfahrung und konnten den Abläufen, die Schroll in ihrem Buch schildert, gut folgen. Die Handlung verläuft zunächst in Einzelszenen an verschiedenen Schauplätzen, bis schließlich der Leichenfund die Charaktere der verschiedenen Schauplätze zusammenführt. Wer wissen möchte, wie der Roman weitergeht, der muss ihn lesen, denn viel mehr gab die Autorin, die in Berlin lebt, am Freitag noch nicht bekannt.

Eines kündigte sie aber bereits an: Das Dörfchen Waldau bietet "mehr Geheimnisse, als Sie sich träumen lassen". Zwei weitere Krimis in dieser Reihe sollen folgen, so dass am Ende vier Geschichten, von denen jede in einer anderen Jahreszeit spielt, entstehen sollen.

Warum die Autorin gerade Zichtau für ihre Buchpremiere auswählte? "Ich finde es toll, was in diesem Ort passiert, und dass jemand versucht, aus dem Gelände des Gutshofes etwas zu machen", antwortete Schroll. Schon bei der ersten Buchpremiere sei sie in Zichtau zudem sehr herzlich empfangen worden. Auch die nachfolgenden Krimis will Schroll deshalb in Zichtau vorstellen, gab sie bekannt.

Durch verwandtschaftliche Beziehungen verbindet die Autorin mit der Altmark und Zichtau zahlreiche Kindheits- und Jugenderinnerungen. Alle Figuren und Schauplätze seien aber frei erfunden und Ähnlichkeiten lediglich zufällig, sagte sie zu Beginn ihrer Lesung. Aber wer möchte, dürfe sich auch vorstellen, dass die Geschichten in Zichtau spielen, fügte sie hinzu.

Nach der Buchvorstellung blieb bei Wein Zeit für Gespräche. Und beim Signieren von Büchern beantwortete Schroll weitere Fragen der Zuschauer.

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