Die alten Songs, die alten Beats und die Stimmung von damals - in Gardelegen kamen am Sonnabend Erinnerungen an vergangenen Zeiten auf. Die Aussicht auf Rockmusik aus vier Jahrzehnten und das schöne Wetter lockte hunderte Besucher zum ersten gemeinsamen Konzert der beiden ältesten Gardeleger Bands in den Lindenhofgarten.

Gardelegen. Sie kamen, spielten und weckten den Gardeleger Lindenhofgarten gemeinsam wieder auf. Jolana und Spektrum, die beiden Bands, die schon seit Jahrzehnten auf den Bühnen in und um Gardelegen handgemachten Rock spielen, standen erstmals bei einem gemeinsamen Konzert auf der Bühne. Eine Idee, die sich auszahlte. Denn hunderte Besucher waren gekommen, um sich das anzuhören.

Und sie wurden nicht enttäuscht. Denn die Männer an den Gitarren, an Keyboards, Schlagzeug und am Mikrophon zeigten einmal mehr, dass sie es noch drauf haben. Ein Oldie nach dem anderem ließ die Zuschauer einfach mitrocken. Wer es nicht direkt auf der Tanzfläche vor der Bühne tat, tat es, mit einem Bierchen in der Hand, irgendwo zwischen den riesigen Bäumen unter freiem Himmel.

Mit Songs wie "Honky Tonk Women", "Wild Thing", "Wooly Bully" oder "Satisfaction" stiegen Jolana zu Höchstleistungen auf. Frontmann Peter (Ali) Kretschmer wirbelte in bekannter Manier - und in gestreifter 80er-Jahre-Hose - zwischen Dieter Adler (Bass), Uwe Winkelmann, Wolfgang Meyer und Andreas Bier über die Bühne, verbreitete richtig viel gute Laune und schonte seine Stimmbänder kein bisschen. Christoph Schulze am Keyboard sorgte für tolle Zwischentöne, Drummer Rainhard Roloff für den Takt. Aus dem ließ sich auch Spektrums Schlagzeuger Uwe Hähnsen nicht bringen. Nach ihm richteten sich wie immer Leadgitarrist Willi Wiemers, Bassist Josef (Peppi) Kretschmer, Keyboarder Dietmar Hinz, Uli Teserik mit seiner Akkustikgitarre und, wie immer extra aus Dresden angereist, Sänger Uwe Herbst. Und auch Spektrum hatte - vielleicht ein bisschen sanfter als Jolana, aber wunderschön - Rockiges aus vier Jahrzehnten mitgebracht. Und zudem mit Jürgen und Gesine Biermann musikalische Verstärkung in Gesang und an der Gitarre sowie mit Franziska Hinz eine junge Solistin, die die Band in zwei Songs toll mit Flöte und Saxophon begleitete.

Und auch die Jolana-Combo holte sich zu später Stunde Sängerin Maria Hellge auf die Bühne, bevor sich die beiden Bands zum Schluss gemeinsam von ihrem begeisterten Publikum verabschiedeten. Da hatten sie schon mehr als eine Stunde überzogen.

Mit "Knocking On Heavens Door" und dem Beatlessong "Let It Be" schickten sie ihr Publikum schließlich nach Hause.

Das kann nun eigentlich nur hoffen, dass sich dieser Titel irgendwann mal wieder erfüllt und beide Bands gemeinsam auf der Bühne stehen: "Let It Be" - Lass es so sein.

 

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