Wozu ausgediente Stangen für den Stabhochsprung alles gut sein können, bewiesen am Sonnabend die Naturschützer Maria Firla und Michael Arens. Gemeinsam mit dem Naturschutzbeauftragten für den Altkreis Kalbe, Günther Stachowiak, schauten sie den Adebaren der Region ins Nest.

Kalbe. Die Zeiten, in denen Mario Firla die Storchennester der Region mit Steigeisen erklimmt, scheinen erst einmal vorbei. Denn der Naturschützer aus dem Jerichower Land, der seit vielen Jahren die Gelegekontrollen im Altkreis Kalbe begleitet, hat eine andere, eine weniger kraftraubende Variante für sich entdeckt.

Er steckt ausgediente Stabhochsprungstangen ineinander, befestigt daran einen Spiegel und kann auf diese Weise in die Storchennester gucken und dort die Eier zählen. Die Stangen lassen sich bis auf Länge von 13 Metern zusammenstecken. Allerdings braucht es für derlei Aktionen mehr als nur zwei starke Männerhände. Deshalb packte natürlich auch Michael Arens mit an. Der designierte Naturschutzbeauftragte des Altkreises, der diese Aufgabe demnächst von Günther Stachowiak übernehmen wird (wir berichteten), war gemeinsam mit dem Amtsinhaber und mit Firla unterwegs, um nachzusehen, wie sich die Storchenpopulation in diesem Jahr entwickelt.

Das Ergebnis sieht ähnlich aus wie im vergangenen Jahr. Da wurden 84 Eier gezählt. Diesmal waren es fünf weniger. Allerdings konnten weder im Frühjahr 2010 noch am vergangenen Sonabend alle Nester im Altkreis Kalbe unter den Spiegel genommen werden. Deshalb handelt es sich nicht um endgültige Zahlen.

Was Arens, Firla und Stachowiak besonders freute: Auf der Kalbenser Burg haben sich wieder Störche angesiedelt, brüten aber wohl nicht mehr. Genauen Aufschluss darüber soll die Storchenberingung geben, die am 18. Juni geplant ist.

 

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