Altmarkweit fand am Sonntag der erste Tag der offenen Gärten in diesem Jahr statt. Mittlerweile hat sich diese Veranstaltungsreihe etabliert und zieht Besucher aus der Börde und Niedersachsen ebenso an wie Einheimische.

Von Anke Kohl

Seethen. Seit 2005 gibt es mehrmals jährlich das Angebot des Tourismusverbandes Altmark in Zusammenarbeit mit Gartenbesitzern einen Blick in private Gärten zu werfen. Auch besonders schöne Parkanlagen sind im Programm mit einbezogen. Familie Heins aus Seethen ist nicht nur von Anfang an dabei, sonder quasi Vorreiter der Aktion. Bereits 2004 öffneten sie das 8000 Quadratmeter große Areal ihres Gartengrundstückes für Besucher und machten somit ein gärtnerisches Kleinod für kurze Zeit zugänglich. Der Steingarten, die Moorbeete, der Teich inklusive Wasserlauf, ein Nutzgarten, fast schon kunstvoll angelegte Blumenbeete mit ein- oder mehrjährigen Blühern und Rasenflächen, die alles stimmig miteinander verbinden, bilden Platz und Raum für Idylle. "Das war von vornherein nicht gedacht, hier so etwas anzulegen", erzählte Hausherr Reinhardt Heins. Es sei alles so im Laufe der Jahre entstanden, berichtet der gelernte Forstwirt weiter. Eine besondere Affinität zur Flora muss jedoch schon immer bestanden haben. Schließlich nahm Reinhardt Heins schon in der Schule an der Arbeitsgemeinschaft Junge Gärtner teil, wie er lächelnd erzählte. An der Gestaltung des Mühlengarten haben sich im Laufe der Jahre alle fünf Familienmitglieder und auch die drei Schwiegerkinder beteiligt. Jeder von ihnen ist in irgendeiner Weise mit dem Garten- und Landschaftsbau vertraut. "Aber den größten Anteil haben natürlich meine Eltern geleistet und leisten sie noch", erzählte Marcel Heins.

Erstmals besuchten Erika und Waldemar Lorenz eine privaten Garten während dieser Veranstaltungsreihe. "Wir waren bisher nur in Parks, wie etwa dem in Krumke", sagte das Paar aus Magdeburg. Auch verschieden Landes- und die Bundesgartenschauen haben sie bereits besucht. Die Größe des Seethener Mühlengartens und der aufgelisteten unterschiedlichen Anlagen darin habe nach der Lektüre der Morgenzeitung ihr Interesse geweckt, so Erika Lorenz. Der Frühlings- und Pflanzenmarkt auf dem Innenhof der Mühlenanlage fand zum ersten Mal statt. Für die Organisation schrieb der Förderverein Historische Region Lindstedt, unterstützt durch das Elternkuratorium der Kita Lindstedt, verantwortlich.

   

Bilder