Die Ortsumgehung Miesterhorst der Bundesstraße 188 ist nach wie vor in der Planungsphase. Wann mit dem Bau begonnen wird, ist noch nicht klar, informierte gestern der Landesbetrieb Bau, Niederlassung Nord, auf Nachfrage. Der 5,8 Kilometer lange Streckenabschnitt wird zirka 10,9 Millionen Euro kosten.

Von Christina Bendigs

Miesterhorst. Es wird noch einige Zeit dauern, ehe der Verkehr auf der Bundesstraße 188 nicht mehr durch Miesterhorst rollt. Eine Ortsumgehung ist zwar bereits in der Planung. Wann mit dem Bau begonnen wird, ist aber noch unklar, informierte gestern der Landesbetrieb Bau auf Nachfrage. Die Entwurfsplanungsphase sei bereits abgeschlossen.

Im dritten Quartal dieses Jahres soll über das Landesverwaltungsamt das Baurechtsverfahren eingeleitet werden. Das bedeutet, dass alle Träger öffentlicher Belange ihre Meinung zu dem Verfahren mitteilen können. Eventuell werde es dann noch einmal Veränderungen geben, berichtete der Landesbetrieb Bau. Genau aus diesem Grund sei auch noch nicht klar, wann gebaut werden kann. Zunächst müssten Verträge geschlossen und auch die finanziellen Voraussetzungen geschaffen werden.

Ziel: Verringerung der Reisezeiten

Die Ortsumgehung Miesterhorst wird in der Summe etwa 10,9Millionen Euro kosten. Der 5,8 Kilometer lange Streckenabschnitt knüpft noch vor der ICE-Brücke bei Mieste an die B188 an und verläuft von dort aus nördlich entlang der ICE-Strecke, berichtete der Landesbetrieb vom aktuellen Planungsstand. Am Bahnhof Miesterhorst knüpft die Ortsumgehung dann wieder an die vorhandene Fahrbahntrasse der B188 an.

In Miesterhorst wird sich die Verkehrsführung im Zuge der Ortsumgehung verändern, war bereits angekündigt worden, als im Miesterhorster Gemeinderat über die Ortsumgehung gesprochen worden war.

Mit dem Bau der Ortsumgehung Miesterhorst werden zwei Ziele verfolgt. Zum einen sollen die Einwohner in den Ortschaften Miesterhorst und Lenz entlastet werden und eine höhere Verkehrssicherheit in den Orten hergestellt werden, zum anderen sollen sich für Verkehrsteilnehmer die Reisezeiten verkürzen und die Verkehrsverhältnisse verbessern. Schon mit der teilweisen Fertigstellung der Ortsumgehung bei Oebisfelde sparen Autofahrer auf dem Weg nach Wolfsburg Zeit ein, weil sie nicht mehr durch zahlreiche Ortschaften fahren müssen.