Die Anwohner der Kalbenser Feldstraße finden demnächst eine Wurfsendung in ihren Postkästen. Der Ortschaftsrat bittet in Sachen Einbahnstraßenregelung um ihre Meinung.

Kalbe. "Wenn die Mehrheit der Anwohner das wünscht, dann steht unsererseits nichts entgegen." Das hat Kalbes Ortsbürgermeister Dr. Helmut Bender erklärt, als es während der jüngsten Ortschaftsratssitzung darum ging, die drei Teilbereiche der Kalbenser Feldstraße in wechelseitig verlau- fende Einbahnstraßen zu verwandeln.

Angeregt hatte dies Anwohner Klaus Kretschmer. Er hatte in einem Brief an den Ortschaftsrat sehr umfassend dargelegt, warum er sich diese Neuregelung wünscht. So seien an der Feldstraße die Bürgersteige noch recht gut erhalten. "Das könnte auch noch sehr lange so bleiben, wenn die Vernunft siegen würde und endlich wieder, wie schon einmal dagewesen, die Einbahnstraßenregelung eingeführt würde", schreibt Kretschmer. Denn aufgrund der ungenügenden Breite - alle drei Feldstraßen-Abschnitte messen unter vier Meter - seien die Fahrzeugführer bei Gegenverkehr beziehungsweise im Falle eines am Fahrbahnrand stehenden Autos gezwungen, die Bürgersteige zu befahren. Dies treffe auch auf schwere Lkw wie Entsorgungs- und Streufahrzeuge zu, so Klaus Kretschmer weiter.

Der Abschnitt, an dem er lebt, ist dabei besonders arg von dieser Problematik betroffen. Denn er grenzt ans Wohngebiet Hohes Feld und wird gern als Abkürzung dorthin genutzt. Das Hohe Feld selbst ist nur über eine Stichstraße, die von der Feldstraße abgeht, erreichbar. Gäbe es dort hingegen eine direkte Durchfahrtsmöglichkeit zur Straße der Freundschaft, wäre auch für die Feldstraße das Problem gelöst, ist sich Klaus Kretschmer sicher.

Während er und weitere Anwohner die Einführung der Einbahnstraßenregelung befürworten würden, halten andere diese für unnötig. Deshalb hat der Kalbenser Ortschaftsrat entschieden, via Postwurfsendung alle Anlieger der drei Feldstraßen-Abschnitte nach ihrer Meinung zu fragen. Dabei wird eine Frist gesetzt, bis zu deren Ende die Antworten im Rathaus eingegangen sein müssen. Nur so können sie dann bei der Entscheidungsfindung eine Rolle spielen.

Der Ortschaftsrat kann allerdings nur eine Empfehlung zur Sache abgeben. Die abschließende Beschlussfassung obliegt dem Stadtrat.