Vier Jugendliche aus dem Kirchspiel Breitenfeld-Jeggau haben am Sonntagnachmittag den Gottesdienst anlässlich des ersten Kinder- und Familienfestes organisiert. Im Anschluss an den Gottesdienst gab es Kaffee und Kuchen sowie ein Konzert von Hoahnenfoot aus Dannefeld. Zum Abschluss wurde gegrillt.

Breitenfeld. Pfarrer Albrecht Warweg konnte sich am Sonntag während des Gottesdienstes in Breitenfeld zurücklehnen. Lediglich die Begrüßung der Besucher in der voll besetzten Kirche oblag ihm. Denn den Gottesdienst gestalteten die Jugendlichen Michaela Barnick, Anna-Maria von Elm, Laura Läsecke und Paul Rasche.

Bei den Besuchern des Gottesdienstes kam das Engagement der jungen Leute sehr gut an. "Es war wirklich schön", sagte Resi Schulz aus Wernitz im Anschluss an den Gottesdienst, "und es ist schön, dass sich auch die Jugend für so etwas bereit erklärt."

Ähnlich begeistert war auch die Breitenfelderin Karin Paasche. "Es ist schön, dass die Jugend überhaupt mitmachen durfte", sagte sie. Die jungen Leute hätten ihre Sache gut gemacht. "Sie sollten weitermachen und das noch ausbauen", sagte sie.

Ganz unerfahren waren die Jugendlichen nicht. Schließlich hatten sie schon den Vorstellungsgottesdienst zu ihrer Konfirmation im vergangenen Jahr selbst gestaltet. Wie die Jugendlichen auf die Idee kamen, nun einen weiteren Gottesdienst vorzubereiten? "Wir treffen uns einmal im Monat und haben überlegt, was wir organisieren können, um anderen eine Freude zu bereiten", berichtete Anna-Maria. Bei den gemeinsamen Treffen entschieden sie sich nach langem Überlegen für den Gottesdienst.

Anna-Maria hielt auch die Predigt des Gottesdienstes. "Es macht einfach Spaß", sagte sie, nicht nur den Gottesdienst zu feiern, sondern auch, ihn vorzubereiten. Und Anna-Maria könne sich vorstellen, später selbst Pfarrerin zu werden.

Grundlage für den Gottesdienst bildete ein Lektorenheft, an das sich die Jugendlichen hielten, in dem viele Texte bereits vorgegeben waren. Die Predigt baute auf der Geschichte König Sauls auf, der von einem bösen, von Gott gesandten Geist geplagt wird und "tiefe Niedergeschlagenheit" empfindet, las Anna-Maria vor. Erst das Harfenspiel Davids heitert ihn auf. Anna-Marias Fazit: "Gute Musik macht Mut, macht froh." Entscheidungen könnten die Menschen nicht rückgängig machen, "aber wir wissen um Gott, der ein dunkles Gestern in ein helles Morgen verwandeln kann".

Dass Musik gut tut, zeigte sich dann am späteren Nachmittag beim Konzert von Hoahnenfoot. Kerstin und Andreas Finger traten mit plattdeutschen Liedern und Volksweisen in der Kirche auf, rezitierten Gedichte und sorgten im Publikum für gute Stimmung, das bald klatschend, bald mitsingend, den beiden Dannefeldern lauschte.

Zum Abschluss des gelungenen Gemeindefestes wurde für die Besucher gegrillt.

   

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