Die vergangenen zwei Tage standen für die Mädchen und Jungen der Letzlinger Grundschule ganz im Zeichen des Waldes. Zwei Tage inklusive einer Übernachtung verbrachten sie auf dem Truppenübungsplatz, wo sie nicht nur vieles über den Wald und seine Bewohner lernten, sondern auch jede Menge Abenteuer erlebten. Schulleiterin Sylvia Lehmann dankte allen, die zum Gelingen der Waldschule beigetragen hatten.

Letzlingen. Ungeduldig waren die Mädchen und Jungen der Letzlinger Grundschule, als sie am Mittwoch mit dem Fahrrad und mit dem Kremser auf den Truppenübungsplatz in der Colbitz-Letzlinger Heide fuhren. Alle zwei Jahre sind die Kinder dort zu Gast, um sich dem Wald und seinen Bewohnern zu widmen. Der Rhythmus war im vergangenen Jahr wegen schlechten Wetters zwar etwas durcheinander geraten. In diesem Jahr aber spielte das Wetter mit, so dass die Klassen eins bis vier zwei erlebnisreiche Tage in der Colbitz-Letzlinger Heide verbrachten.

Gegen Mittag trafen die Mädchen und Jungen im Verfügungsraum Born ein und bezogen dort zunächst ihre Zelte. Denn eine Übernachtung auf dem Gelände gehörte zur Waldschule dazu. Anschließend teilten sich die Kinder klassenübergreifend in neun Gruppen auf. Jede der Gruppen bekam einen Vogelnamen. Und die Kinder stellten ihren Vogel zwischen den einzelnen Aktionen vor, so dass alle Schüler etwas über Storch, Buntspecht, Rotkehlchen, Schwalbe, Star, Kuckuck, Fink, Meise und Sperling erfuhren. Die Informationen hatten die Kinder zuvor an einem Projekttag zusammen- getragen.

Lob für die Soldaten der Patenkompanie

Anschließend stand Stationsbetrieb auf dem Programm. Die Mädchen und Jungen stellten dabei nicht nur ihr Geschick in sportlichen und Balanceübungen auf die Probe. Sie bewiesen außerdem, dass sie schon viel über den Wald wissen. Die Soldaten der Letzlinger Patenkompanie unterstützten die Waldschule, ließen die Kinder ein Zelt aufbauen, zeigten ihnen einen Rettungswagen und führten Erste-Hilfe-Maßnahmen vor. Außerdem sorgten sie für eine lehrreiche Nachtwanderung und warme Zelte bei Nacht. Schulleiterin Sylvia Lehmann resümierte gestern: "Die Waldschule war noch nie so gut organisiert wie in diesem Jahr." Ihr Dank galt aber auch den Eltern der Grundschüler, ehemaligen Kollegen, den Mitgliedern des Fördervereines der Grundschule und den Mitgliedern des Ortsverbandes des Deutschen Roten Kreuzes sowie einem Gardeleger Lebensmittelmark, der Lebensmittel für die Grundschüler sponserte. Die Auswertung der Waldschule erfolgte gestern nach einem ausgiebigen Frühstück. Am besten hatte die Finkengruppe die Aufgaben des Stationsbetriebes gelöst, aber auch die Sperlinge und Buntspechte auf den Rängen zwei und drei hatten ihre Aufgaben gut gelöst.

Im nächsten Jahr wird die Grundschule Letzlingen anstelle der Waldschule wieder ein Schulfest ausrichten. Beides in jedem Jahr zu organisieren, sei wegen des hohen Aufwandes nicht möglich, sagte Lehmann.

   

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