Mieste (dl). Deutlicher als am Dienstag im Sozial- fiel vorgestern das Votum des Finanzausschusses zum Antrag der CDU-Fraktion, das Freibad in Mieste in diesem Sommer eine gewisse Zeit zu öffnen, aus. Von den neun stimmberechtigten Mitgliedern hoben fünf beim Nein die Hand, drei enthielten sich. Nur Viola Winkelmann von der antragstellenden Fraktion stimmte dafür. Jens Bombach, Vorsitzender des Finanzausschusses, begründete, warum er als einer der Initiatoren innerhalb der CDU-Fraktion nicht zustimme. Er sei damals dafür gewesen, statt Potzehne das Miester Bad für einen "Schmalspurbadebereich" zu öffnen. Mittlerweile hatte der Stadtrat aber der Öffnung des Potzehner Bades in dieser Saison zugestimmt. "Mit dieser Entscheidung war die Sache für mich vom Tisch", sagte Bombach.

Zu Beginn der Diskussion hatte Hauptamtsleiter Klaus Richter seine Position wiederholt, dass der Antrag nichts darüber aussage, wer die Verantwortung übernimmt. "Eine Vermischung der Verantwortung kann es nicht geben", so Richter.

Mandy Zepig (SPD) interessierte sich für die praktische Umsetzung. Dazu Viola Winkelmann: Der Förderverein habe der Fraktion zugesagt, "sich vor Ort zu kümmern", zum Beispiel um die Eintrittskassierung und die Chemie im Wasser. Das steht im Antrag der CDU im Punkt fünf: "Die Einhaltung der hygienischen Anforderungen wird durch den Förderverein gewährleistet." "Da kriege ich ja Angstzustände", kommentierte Mandy Zepig die "schwammige Formulierung". Die Chlorung müsse von Fachpersonal vorgenommen. "Kein Mensch vom Förderverein kann dafür die Verantwortung übernehmen."