Arendsee. 47 Jugendliche aus der Altmark sind Teilnehmer am Zukunftscamp Future Now im Kindererholungszentrum in Arendsee, einer Aktion der Grone-Schule, der Arbeitsagentur und des Landesarbeits- und Sozialministeriums. In fünf Projekten lernen sie Berufe kennen, probieren sich aus und testen Stärken und Kompetenzen. Auch Bewerbungstraining und Auswahlhilfen stehen auf dem dreiwöchigen Programm. Unterstützt werden die Achtklässler dabei durch ihre Teamer und Projektleiter. Fünf stellt die Volksstimme heute vor.
Zusammenleben in Verschiedenheit
"Jeder Mensch verdient Respekt", nennt Anja Thiele ihr Credo. Das gelte trotz aller Verschiedenheit, denn ohne Vielfalt, Toleranz und Zivilcourage funktioniere ein Zusammenleben nicht. Die Leipziger Bildungsreferentin will genau das den Campteilnehmern in ihrem Projekt vermitteln. "Und dabei ist besonders der Tanz Ausdruckform", erklärt sie. Deshalb freue sie sich über die Mitwirkung von Adnan Abdul Karim, einem Tanzlehrer aus Stendal, geboren im Libanon. "Wir gehen speziell auf Diskriminierungen ein wegen der Herkunft, einer Behinderung oder wegen des Alters", beschreibt Anja Thiele. Neben dem theoretischen Teil gehe es praktisch um Rollenspiele, Zeichnen von Problemsituationen und natürlich das Tanzen. "Das Training lohnt sich, wir präsentieren uns zum Abschlussfestival", kündigt sie lächelnd an, denn sie tanzt mit.
Ernährung, Essen und was darin ist
Eckart Riechmann ist aus Berlin ins Camp gekommen und war bereits 2010 dabei. "Es macht Spaß, mit den Jugendlichen zusammen zu sein", erklärt der Erzieher und Umwelttechniker, der für das Ernährungsprojekt den Kochlöffel schwingt. Aber nicht nur das: "Wir probieren Nahrungsmittel aus und experimentieren mit ihnen", verrät er. Die Teilnehmer sollen dabei zu Erkenntnissen gelangen über Inhaltsstoffe der Dinge, die sie täglich zu sich nehmen, über ihre Essgewohnheiten ins Grübeln kommen. Zum Beispiel werde ein Stück Fleisch in Cola gelegt. "Da ist wunderbar zu beobachten, wie die enthaltene Phosphorsäure wirkt", meint er. Rückschlüsse auf die Wirkung auf die Magenschleimhaut seien gewollt.
"Aber wesentlich mehr Begeisterung löst unser Frühstücksprojekt aus: Wir backen täglich die Brötchen aus selbst geknetetem Teig", sagt er. Und zum Festival soll es in der Bar eigenhändig gemixte Cocktails geben.
Übernachten im Wald
Johanna Jäger aus Berlin geht mit ihrer Projektgruppe in den Arendseer Wald und baut mit ihr Hochsitze. Hilfe bekommt sie dabei von Tischler Christian Ullrich aus Gestien und vom Jugendwaldheim des Forstamtes Nordöstliche Altmark. Und von ihrem Campkollegen Fred Müller. Zum Interviewtermin kommt sie gerade von einer Übernachtung unter freiem Himmel mitten im Wald. "Wir sind gewandert und haben uns mit dem Ökosystem und Lebensraum Wald beschäftigt", berichtet sie. Geplant seien weitere Einblicke in Berufe wie Forstwirte, Schreiner, Tischler oder Zimmerer. Die Betriebsbesuche, aber vor allem die praktische Arbeit solle zum Erfolgserlebnis für die Jugendlichen werden. "Von ihnen und besonders für sie selbst wünsche ich mir Freude an der Sache, Offenheit, Ausdauer und Durchhaltevermögen."
Medien: Filmen für mehr Teamgeist
Maik Thesing, selbstständiger Videograf aus Gardelegen, ist der Mann für die Medien. Er leitete schon ähnliche Projekte, unter anderem in Lüneburg. Er will Erfahrungen in der Teamarbeit vermitteln und einen Film mit den Jugendlichen drehen. "Wir werden ihn auch selbst promoten und dann aufführen", plant er. Mit ihm sollen die Mädchen und Jungen ihre Stärken entdecken, erfahren wie sie ihre Gegensätze vernetzen können und die unterschiedlichsten Meinungen unter einen Hut bringen. Die Projektarbeit solle Anregungen für die Freizeit bringen, aber eben auch Mechanismen erlebbar machen, wie sie später im Berufsleben wirken.

Mode machen mit ökologischem Touch
Um Kleidung, Mode und Konsum geht es der Historikerin und Politologin Marje Oetjen aus Berlin ebenso wie der Lehramtsstudentin Lydia Schulz aus Barnebeck. Sie wollen den Modeinteressierten helfen, Berufe mit realistischem Bezug zu finden. "Nicht jeder kann Model oder Designer werden", betont Marje Oetjen. Größere Chance gebe es für Schnittmacher, Lagerlogistiker oder Weber. Mit den beiden Frauen geht es auf Entdeckungstour ins Schneiderfach und in Produktionsstätten. Vier Dimensionen der Bekleidungsherstellung liegen ihnen am Herzen: ökologisch muss sie sein, ökonomisch, kulturell passen und sozial. Beim Nähen von T-Shirts und Kleidern hilft ihnen die Mode-Expertin Anne Reichert aus Salzwedel.
Nach erster Einschätzung von Naturschützern wird das Jahr 2012 ein gutes für den Storchennachwuchs. Denn in den meisten Nestern gibt es Gelege... weiterlesen
Lindstedt (dly) l Während seiner April-Sitzung hatte sich der Bauausschuss das Gutsareal in Lindstedt angeschaut. Dabei hatten Mitglieder des Fördervereins Historische Region Lindstedt auch ihr Vorhaben vorgestellt... weiterlesen
Der Fliegerklub Gardelegen war am Wochenende Gastgeber des fünften Agrarfliegertreffens. Von der Antonow AN-2, dem größten einmotorigen Doppeldecker der Welt... weiterlesen
Die erste kirchliche Trauung nach 20 Jahren gab es am Sonnabend in Sachau. Die Großeltern der Braut waren 1956 das erste Paar, das in der Kirche geheiratet hatte... weiterlesen
![]() |
Das erste Arendseer Stadtfest startete mit Sommersonnenschein im Strandbad. Eine Drachenboottaufe... weiterlesen
In fast allen Ortsteilen der Stadt Gardelegen loderten am Wochenende die Osterfeuer... weiterlesen
Magdeburg l Der Mann, der am 9. November 2007 gegen 17 Uhr einer Sparkassenmitarbeiterin in der... weiterlesen
Was die Überschrift: Reformpädagogik weicht der Gleichschaltung mit dem Artikel zu tun haben soll bleibt vollkommen um Dunkeln. Geht es hier nur drum die Reformpädagogik in ein falsches Licht zu rücken?
Ach du dickes Ei.. das glaub ich ja wohl gar nicht. Indianerfest, Indianerfan - wenn ich das schon lese oder höre kriege ich sonen hals.. ich bin mit einem indianer verheiratet, von daher ist ein teil meiner familie ebenfalls indianer, ich kenne auch viele indianer und deren stimmung, meinung über sowas und - naja die ist nicht die beste - im gegenteil, die sind total angepisst von indianerspielen weißer europäer. Muss ich noch mehr sagen?? Ihr solltet euch mal mit ihnen ernsthaft befassen, welche kennenlernen, mit ihnen reden und vorallem ihnen zuhören und sie verstehen.. warum die stinkesauer sind über solche spielchen und die damit verbundene verballhornung, verniedlichung und zum maskottchenmachen ihres volkes, ihrer kultur usw. durch weiße europäer; die fühlen sich doch total verarscht und lächerlich gemacht. Sorry wenn ich einigen hier den spaß (auf kosten eines noch immer in den usa und kanada existierenden volkes) vermiest habe, das war beabsichtig. Von daher keine entschuldigung aber wie wärs mal mit nachdenken: wie würdet ihr euch fühlen ,wenn andere völker euch in dieser weise missbrauchen- denn das genau ist es was hier passiert.