• 20. Mai 2013


Newsticker

Sie sind hier:



Kritik beim 229. Friedensweg an der Erweiterung des GÜZ und an der Übungsstadt Schnöggersburg


"Wie ein Krebsgeschwür, das Metastasen bildet"

07.08.2012 17:54 Uhr |


Von Ilka Marten


Nach der Kundgebung gingen die knapp 50 Teilnehmer des Friedensweges auf der B71 in Richtung Letzlingen mit ihren Transparenten. Die Polizei sicherte die Wegstrecke für die Fußgänger, die Autofahrer mussten warten.

Nach der Kundgebung gingen die knapp 50 Teilnehmer des Friedensweges auf der B71 in Richtung Letzlingen mit ihren Transparenten. Die Polizei sicherte die Wegstrecke für die Fußgänger, die Autofahrer mussten warten. | Foto: Ilka Marten Nach der Kundgebung gingen die knapp 50 Teilnehmer des Friedensweges auf der B71 in Richtung Letzlingen mit ihren Transparenten. Die Polizei sicherte die Wegstrecke für die Fußgänger, die Autofahrer mussten warten. | Foto: Ilka Marten

Knapp 50 Teilnehmer kamen zum Friedensweg zur Barriere Zienau. Thema war dort auch das antimilitaristische Camp.

Anzeige

Letzlingen l Von diesem Friedensweg hatten am Sonntag auch die Autofahrer auf der B71 etwas. Denn sie mussten am Nachmittag nach Weisungen der Polizei warten, damit die knapp 50 Teilnehmer des 229. Friedensweges ihre Wanderung nach der Kundgebung von der Barriere Zienau in Richtung Letzlingen beginnen konnten.

Für die Initiatoren der Kundgebung, die Bürgerinitiative Offene Heide, war es ein besonderer Ort, denn die Barriere Zienau war am 1. August 1993 Treffpunkt für den ersten Friedensweg der Aktivisten, die eine zivile Nutzung der Heide fordern. "Beim ersten Mal waren noch keine Bahnschienen hinter uns", sagte Edgar Kirschner und nahm damit auch Bezug auf die im Hintergrund patroullierenden Soldaten an den Schienen.

Von Flächenfraß sprach Bernd Luge bei seiner Ansprache und meinte die geplante Erweiterung des Gefechtsübungszentrums bis nach Born. "Das ist wie ein Krebsgeschwür, das Metastasen bildet", so Luge drastisch. Die Tumoren müssten rausgeschnitten werden. Betroffen von der Erweiterung sei auch das Steinbiotop, das die Aktivisten zum 200. Friedensweg errichteten. Luge sagte, er wünsche sich, dass der Rüstungskonzern Rheinmetall verschwinde.

Scharf kritisierte Frithjof Berfelde aus Magdeburg den "Bau der Kampfstadt". Er selbst stamme aus Küstrin in Polen und habe den Krieg dort als Kind erlebt. Mit dem Bau der Übungsstadt Schnöggersburg sei "die Verschwendung von Volksvermögen noch gigantischer als damals", so Berfelde mit Blick auf den Zweiten Weltkrieg. Der Magdeburger sagte: "Man richtet sich ganz offensichtlich viele Jahre auf Aggression ein", denn wozu diene sonst der Bau der Übungsstadt.

Gero Altmann, der aus dem niedersächsischen Wendland stammt und auch in der Anti-Atomkraftbewegung aktiv ist, stellte den Friedensweg-Teilnehmern die Planungen zum "War-starts-here-Camp" vor, das vom 12. bis zum 17. September in Letzlingen stattfinden soll. "Bisher haben die recht gehabt, die sagen, dass das schwer werden wird", sagte Altmann. Denn die Organisatoren brauchen Flächen in der Nähe des Gefechtsübungszentrums, wo sie ihre Zelte aufschlagen können. Gardelegens Bürgermeister Konrad Fuchs hatte die Namen der Flächeneigentümer nicht herausgegeben (wir berichteten). "Auch der Bürgermeister von Gardelegen will keine öffentliche Diskussion zulassen", so Altmann. Aber dieses Argument stachele eher an. Es sei richtig, dass "das Camp genau hier in Letzlingen stattfindet, denn im GÜZ wird nicht Panzerfahren und Kartenlesen geübt". Dort finde die Vorbereitung auf Auslands-einsätze statt. Altmann sagte, dass die Organisatoren von 300 bis 500 Leuten ausgingen, die unter dem Motto "Markieren, blockieren, sabotieren" im internationalen antimilitaristischen Camp diskutieren wollten.

Beim Aktionstag am GÜZ am 15. September werde es zahlreiche Aktionen geben, etwa das Pflanzen von Bäumen. Es sei von Aktivisten nicht gewollt, "dass hinter verschlossenen Türen geübt wird". Altmann: "Wir hoffen, dass der Übungsbetrieb lahmgelegt wird. Jeder Tag, der nicht geübt wird, ist ein guter Tag." Motto des Tages sei: "Entern, lahmlegen, umgestalten".



Kommentare 0 Kommentare


Dokumenten Information
Copyright © Volksstimme 2013
Dokument erstellt am 2012-08-07 04:18:10
Letzte Änderung am 2012-08-07 17:54:29

Volksstimme.de



Newsletter kostenlos abonnieren und keine Nachricht mehr verpassen!


Der Volksstimme.de-Newsletter: Das Wichtigste vom Tage kostenlos per E-Mail. Bitte tragen Sie hier Ihre E-Mail-Adresse ein und klicken anschließend auf "Absenden" (Mit dem Eintragen und Abschicken Ihrer E-Mail-Adresse haben Sie unsere Datenschutzbestimmungen akzeptiert.):
Hier E-Mail-Adresse eintragen

Sicherheitscode



Newsletter abonnieren


Sie vermissen einen Artikel?


Die Volksstimme komplett als E-Paper

Bestellen Sie sich jetzt die tagesaktuelle Ausgabe der Volksstimme bequem als digitales E-Paper für nur 1,00 Euro in unserem Onlinekiosk.

Anzeige

Gardelegen


Lokales



Stellenangebote in der Region Gardelegen

Stellenanzeigen in der Region Gardelegen Sie suchen eine neue Stelle oder einen neuen Job in Gardelegen und Umgebung? In unserem Stellenmarkt finden Sie aktuelle Stellenangebote.
Stellenanzeigen in der Region Gardelegen finden

Immobilien und Wohnungen
in der Region Gardelegen

Immobilienanzeigen in der Region Gardelegen Ob Wohnungen, Häuser, Grundstücke, Gewerbe - aktuelle Angebote für Gardelegen und Umgebung finden Sie im Immobilienmarkt.
Immobilien in der Region Gardelegen finden

Fahrzeugangebote in der Region Gardelegen

KFZ-Anzeigen in der Region Gardelegen Auto, Motorrad, Transporter - suchen Sie ein neues Fahrzeug? In unserem KFZ-Markt für Gardelegen und Umgebung finden Sie die aktuellen Angebote.
KFZ-Anzeigen in der Region Gardelegen finden

Trauerfälle in der Region Gardelegen

Traueranzeigen in der Region Gardelegen Traueranzeigen, Danksagungen, Nachrufe und Gedenkanzeigen zu Trauerfällen in Gardelegen und Umgebung finden Sie in unserem Trauermarkt.
Traueranzeigen in der Region Gardelegen

Volksstimme Branchenbuch: Unternehmen aus Gardelegen





Bilder aus Gardelegen


Schottenspiel auf der "Hochebene" von Engersen
Bei den Highland Games wird Völkerball mit schweren Säcken gespielt.Foto: Donald Lyko

Engersen. Mehrere tausend Besucher verfolgten am Pfingstsonntag die 7. Highland Games in Engersen... weiterlesen


19.05.2013 18:00 Uhr
  • Kamera


Zwei Tage Fisch und Unterhaltung
Frischer geht es nicht. Beim Fischerfest wurden die Forellen aus dem Teich gezogen und sofort verarbeitet.Foto: Donald Lyko

Gardelegen. Auch in diesem Jahr war das zweitägige Fischerfest in Gardelegen ein Besuchermagnet... weiterlesen


19.05.2013 18:00 Uhr
  • Kamera


Hunderte Offraod-Freunde heizen durch Peckfitzer Schlamm
Offroad-Vergnügen in Peckfitz. Foto: Dirk Andres

Peckfitz. Jedes Jahr treffen sich Offroadfreunde aus ganz Deutschland in Peckfitz... weiterlesen


13.05.2013 00:00 Uhr
  • Kamera


Weitere Bildstrecken

Lokalsport


SSV 80 Gardelegen souveräner Staffelsieger
Andrea Berg und der SSV 80 Gardelegen II marschierten souverän zum Staffelsieg in der 1. Kreisklasse Süd.

Salzwedel l Mit einer fast verlustfreien Punktspielserie konnte sich der SSV 80 Gardelegen II mit... weiterlesen


18.05.2013 00:00 Uhr


SV Arendsee weiter in großer Abstiegsgefahr
Mirko Fischer (rechts) und die SG Pretzier müssen am Montag nach Mieste reisen.

Salzwedel l (mda) l Auch in der 1. Fußball-Kreisklasse sind an diesem Wochenende fünf Nachholspiele... weiterlesen


18.05.2013 00:00 Uhr


Katja Eckhardt mit 182 Ringen

Schießeb l Salzwedel (tko/eb) Am Sonntag fanden am Landesleistungsstützpunkt Gölzau die... weiterlesen


18.05.2013 00:00 Uhr


Marie-Sophie Hahn mit der Auswahl 19.
Die U15-Landesauswahl um Marie-Sophie Hahn belegte beim Länderturnier Platz 19.

Salzwedel (tko/eb) l Die von Steffen Scheler sowie Anke Witt betreute U15-Landesauswahl... weiterlesen


17.05.2013 00:00 Uhr


Viel Pech für die Westaltmärker

Fußball l Genthin (scf) Der FSV Heide Letzlingen kassierte am Mittwochabend in der... weiterlesen


17.05.2013 00:00 Uhr


Facebook



Kinoprogramm


Das aktuelle Kinoprogramm für Ihre Region.
weiter

Neueste Leserkommentare


ÖDP, Piratenpartei, Freie Wähler und andere können jetzt Geschichte schreiben, wenn diese allgemein die 5%- Hürde angehen. Während diese für das EU Parlament abgeschafft gehört, weil es bei den vielen Parteien dort nicht entscheident ist, ob da noch 5 deutsche Parteien hinzu kommen, muss die Hürde beim Bundestag und bei Landtagen reformiert werden. Denn laut dem letzten BVG- Urteil ist die Hürde ein erheblicher Eingriff in die Stimmengleichheit der Wahl, der nur bis zu 5% gerechtfertigt ist, um ein anderes hohes Gut zu schützen, die Fähigkeit zur Regierungsbildung und Entscheidungsfindung. Aber letzteres wäre auch dann gegeben, wenn unterhalb der 5% alle Personen beratend in den Bundestag und die Landtage einziehen mit allen Rechten eines Abgeordneten, außer dem Stimmrecht bei einfachen Gesetzen. Und deshalb müsste diese Reform einklagbar sein! Damit können die Abgeordneten von Parteien, die die 5% nicht schaffen Reden halten, Fragen stellen, in Ausschüssen mitarbeiten, das einbringen von Anträgen anregen und mit unterstützen. Das Hauptgegenargument ist, dass ohne Stimmrecht für einfache Gesetze (bei Verfassungsfragen sollten alle Stimmrecht haben, damit die 2/3- Mehrheit nicht verfälscht wird) ja schlechter gestellt wären, als dienormalen Abgeordneten. Aber wen diese eigentlich gewählten Politiker ganz ausgeschlossen sind, sind die noch schlechter gestellt. Und solange eine Koalition zusammenhält, hat eine Opposition, die dauernd überstimmt wird, auch nichts von ihrem Stimmrecht. Und die Reden der ÖDP, Tierschutzpartei, Familienpartei, Piratenpartei, Freien Wähler, der AfD und zum Teil der Linken, der FDP und der Grünen würden viele Debatten bereichern.

von FelixStaratschek am 19.05.2013, 12:47 Uhr

Nun ist die Bibel aber ein geschichtlich ungenaues Buch. Das im neuen Testament, wenn es denn stimmt, Pädophile als Synonym für Homosexuelle verwendet wird, wird wohl eher an den Vorurteilen der Christen gelegen haben. Den Untergang des griechischen- und römischen Reiches an der Etablierung von Homosexualität festzumachen, ist jedoch mehr als lächerlich.

von Senseless am 18.05.2013, 18:15 Uhr

Weitere Leserkommentare

Meine Klasse von ...


Hier Klassenfotos ansehen und hochladen!
Hier klicken!

Rund um die Volksstimme


Sudoku spielen


Sudoku spielen auf Volksstimme.de. Hier klicken.

Anzeige
Nutzerlogin

Loggen Sie sich auf Volksstimme.de ein, um

- kostenlos den Volksstimme.de-Newsletter zu abonnieren
- Artikel auf Volksstimme.de zu kommentieren
- Ihre eigene Startseite (Nachrichtenbereich) zu gestalten

Sind Sie noch kein Nutzer auf Volksstimme.de? Dann registrieren Sie sich doch einfach und kostenlos!

Für die Anmeldung müssen Cookies in Ihrem Browser aktiviert sein.
Wichtiger Hinweis für Volksstimme.digital-Nutzer: Bitte nutzen Sie diesen Link oder klicken Sie auf E-Paper Login in der oberen Navigation

Benutzername: Passwort:

Jetzt anmelden Passwort vergessen