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Plan für Isenschnibbe bis 2015


Arbeitsgruppe: Gedenkstätte zur Landesstiftung

08.08.2012 04:17 Uhr |


Von Donald Lyko


Rüdiger Erben

Rüdiger Erben Rüdiger Erben

Die Arbeitsgruppe zur Erweiterung der Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt empfiehlt die Aufnahme der Mahn- und Gedenkstätte Feldscheune Isenschnibbe. Bis spätestens 2015, also zum 70. Jahrestag des Massakers, sollte die Übernahme erfolgen.

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Gardelegen l Der Wunsch der Gardeleger, die Mahn- und Gedenkstätte Feldscheune Isenschnibbe möge Teil der Landesgedenkstättenstiftung werden, ist seiner Erfüllung einen wichtigen Schritt näher gekommen. Denn eine vom Kultusministerium initiierte Arbeitsgruppe zur Erweiterung der Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt befürwortet die Übernahme. Gardelegen wäre dann die siebte Gedenkstätte in der Stiftung.

Ende vergangenen Jahres hatten elf Landtagsabgeordnete aus allen Fraktionen den gemeinsamen Antrag gestellt, die Mahn- und Gedenkstätte Isenschnibbe und die Gedenkstätte Kriegsgefangenenlager Altengrabow in die Landesstiftung aufzunehmen. Zu den Unterzeichnern gehörten die Altmärker Jürgen Barth (SPD) und Hans-Jörg Krause (Linke), aber auch Dieter Steinecke (CDU), Landesvorsitzender des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge, sowie Rüdiger Erben, stellvertretender SPD-Fraktionsvorsitzender. Auf Initiative von Erben und Steinecke war der Antrag gestellt worden.

Der Landtag hatte das Thema an den Bildungsausschuss und den Finanzausschuss überwiesen. Während seiner Sitzung am 7. März stimmte der Bildungsausschuss dem Vorschlag von Kultusminister Stephan Dorgerloh zu, eine Arbeitsgruppe zu bilden. In dieser arbeiten Antragsteller aus allen Fraktionen sowie Vertreter aus dem Kultusministerium, der Stiftung sowie der derzeitigen Träger und Fördervereine der Gedenkstätten mit. Aufgabe der Arbeitsgruppe ist es, die Voraussetzungen zur Übernahme in die Landesgedenkstättenstiftung zu prüfen. Die Arbeitsgruppe hat nun ihren Bericht vorgelegt.

Und sie befürwortet die Übernahme der Gardeleger Mahn- und Gedenkstätte "unter der Voraussetzung, dass die finanziellen, baulichen, strukturellen und personellen Bedingungen für eine dauerhaft würdige Gedenkkultur, für die Darstellung und Einordnung des historischen Geschehens in einer Dauerausstellung und für kontinuierliche pädagogische Arbeit vor Ort geschaffen werden", teilte Rüdiger Erben gestern mit. Die Arbeitsgruppe würde es begrüßen, wenn rechtzeitig zum 70. Jahrestag des Massakers im Jahr 2015 nicht nur die Aufnahme in die Gedenkstättenstiftung erfolgt sei, "sondern bereits wesentliche Schritte zur Umsetzung der Bau- und weiteren Maßnahmen realisiert sind", so der Sozialdemokrat. In der Empfehlung der Arbeitsgruppe sieht Rüdiger Erben, "dass wir einen wichtigen Schritt vorangekommen sind". Seit einigen Jahren gibt es bereits auf Basis eines Kooperationsvertrages eine Zusammenarbeit der Hansestadt mit der Gedenkstättenstiftung. Ein Ergebnis ist das im April 2011 übergebene neue Informationssystem.

Noch in diesem Jahr soll das Gräberfeld umgestaltet werden. Ende des Monats wird es eine weitere Abstimmung mit Mitarbeitern des Denkmalschutzes geben, sagte Bürgermeister Konrad Fuchs gestern auf Nachfrage. Vom Land gibt es 80000 Euro für die Arbeiten. Die Umgestaltung soll bis zum Januar 2013 abgeschlossen sein, denn am 27. Januar findet in Gardelegen die zentrale Veranstaltung des Landes anlässlich des nationalen Gedenktages für die Opfer des Nationalsozialismus statt.



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Copyright © Volksstimme 2013
Dokument erstellt am 2012-08-08 04:17:29
Letzte Änderung am 2012-08-08 04:17:29

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