Von Mike Fleske

Ferchland l Eine besondere Überraschung gab es für Familie Kropa aus Kabelitz. Während der ersten Gruppensonderschau der Steigerkröpfer-Tauben in Ferchland übereichte Ausstellungsleiter Wolfgang Sens der Familie zwei Paar neue Steigerkröpfer. "Wir wollen dazu beitragen, dass die Familie ihre Taubenzucht fortführen kann", erläuterte Sens.

Volieren standen unter Wasser

Hintergrund für das Geschenk ist, dass die Familie sich der Hege und Pflege der Steigerkröpfer verschrieben hat und im Sommer des vergangenen Jahres die Tiere während des Hochwassers verlor. "Wir halten die Tiere in Volieren, als die Flut kam, konnten wir sie nicht retten", so Vater Olaf Kropa. Das Wasser habe im Sommer 2,20 Meter hoch gestanden. "Von den Volieren waren nur noch zehn Zentimeter des Daches zu sehen.", erinnert sich Kropa. Nicht nur er begeistert sich für die Tiere, sondern auch der zehnjährige Sohn Max und die 18-jährige Tochter Lisa.

"Sie ist die eigentliche Züchterin dieses Farbenschlages", erläutert er. Derzeit mache sie ihre Ausbildung zur Altenpflegerin in Hannover und konnte die Tiere nicht selbst entgegennehmen. Seit einigen Jahren begeistern sich seine Kinder für die Steigerkröpfer. "Die Farben der Kröpfe sind sehr schön", meint Sohn Max. Auch gefalle ihm, dass das Gefieder grün-violett schimmere. Der Zehnjährige hat mit seinen Tieren bereits an Jugendausstellungen teilgenommen. "Dort habe ich immer Preise holen können", sagt er nicht ohne Stolz. "Die besten Tiere sind im Sommer aber ertrunken", stellt er mit Bedauern fest. "Aber wir sehen positiv in die Zukunft und wollen unserem Hobby treu bleiben", sagt sein Vater.

Auch deshalb unterstützte der Rassegeflügelzuchtverein Ferchland, der die Sonderschau ausrichtete, das Bemühen der Familie. "Es ist heute nicht mehr selbstverständlich, dass sich junge Leute für eine solche Freizeitbeschäftigung begeistern können", sagt Wolfgang Sens.

Gruppenschau soll 2014 wiederholt werden

Bei der Gruppenschau waren 13 Aussteller vor Ort. "Darunter ist leider nur ein Jugendlicher", bedauert Sens. Sie zeigten gemeinsam 167 Tiere. "Ich hoffe, dass wir beim nächsten Mal noch mehr Steigerkröpfer ausstellen können und dann auch die Familie Kropa wieder vertreten ist", wünschte sich der Ausstellungsleiter. Er zeigte sich zufrieden mit dem Verlauf der Schau. "Wir hatten viele sehr gute Tiere und sehen Potenzial für eine erneute Auflage der Ausstellung", so Sens. Die Wertungsrichter seien bereits gebucht.