Ein ereignisreiches Jahr liegt hinter der Gruppe "Ice Cream" des Tanz- und Gesangszentrums Parey. Höhepunkte waren der Sachsen-Anhalt-Tag in Gommern und das 20. Kartoffelfest in Genthin, bei dem die jungen Frauen mit einer großen Band auf der Bühne standen.

Genthin/Parey l Sie sind gern gesehene Gäste bei Veranstaltungen in Genthin. Die Sängerinnen der Gruppe "Ice Cream" des Gesangszentrums Parey bestreiten traditionell bei sämtlichen Festen auf dem Marktplatz oder im Volkspark ein Programm von einer Stunde und mehr.

"Wir können uns auf die Truppe verlassen, wenn wir sie rufen, sind sie da", sagt Marina Conradi, Leiterin der Touristinformation. Mit einem gut gemischten Programm aus aktuellen Pop-Titeln, Schlagern und Evergreens kommen die Auftritte beim Genthiner Publikum immer gut an. Kein Wunder, dass auch für die Sängerinnen die Auftritte in der Kanalstadt zu den Höhepunkten des vergangenen Jahres gehörten.

Kartoffelfest ein Höhepunkt des Jahres

"An das Konzert ¿Wir für euch\' auf dem Kartoffelfest erinnern wir uns gern", sagt Tina Stollberg. Mit einer großen Formation auf der Bühne zu stehen, zu schauen, ob es gelingt, mit einer zehnköpfigen Gruppe eine gut klingende Darbietung auf die Bühne zu bringen, war auch für die jungen Sängerinnen mit zum Teil jahrelanger Bühnenerfahrung ein spannendes Experiment. "Normalerweise singen wir zur Musik allein oder höchstens zu viert", sagt sie. Doch das Experiment gelang und kam beim Publikum so gut an, dass es auch bei der Wiederholung auf dem Genthiner Weihnachtsmarkt bestens besucht war. Doch auch dort gehörten Einzelauftritte zum Konzept. "Ich habe mit Marcus O\'Brien mit ¿Summer of 69\' auf der Bühne gestanden", erinnert sich Ulrike Paul. "Er hat am Ende ein tolles Solo gespielt, das war total super." Die Kooperation mit den Genthiner Musikern hatte noch einen anderen Vorteil. "Man steht nicht so allein da und kann mit den anderen agieren, das kommt viel lockerer rüber", fügt Tina Stollberg hinzu.

Auch für Franziska Schröder sind die Auftritte in Genthin immer etwas Besonderes. "Beim Weihnachtsmarkt waren wir an allen drei Tagen im Einsatz, am Ende war nur noch wenig Stimme da, aber es wäre noch ein bisschen gegangen", erzählt sie. Rund ein Dutzend Auftritte hätten sie allein im Dezember absolviert, dazu kamen im Verlauf des Jahres zahlreiche Gastspiele, unter anderem beim Elbauenfest und beim Sachsen-Anhalt-Tag. "Die Bühne war riesengroß", erinner sich Tina Stollberg. "Außerdem hatten wir dort unser eigenes Zelt, fast wie VIPs", fügt sie mit einem Lachen hinzu.

Während Ulrike Paul und Franziska Schröder von Beginn an dabei sind und über den Besuch im Jugendhaus in die Gesangsgruppe gekommen sind, stieß Tina Stollberg erst im vergangenen Jahr zur Gruppe. "Ich habe immer schon gern gesungen und mal angefragt, und irgendwann hat es geklappt und ich war dabei", sagt Tina Stollberg. "Jetzt möchten wir sie nicht mehr missen", bestätigen die anderen.

Auch der Wechsel von der Tanz- in die Gesangsgruppe ist möglich, wie Celine Wolff beweist. Sie war vier Jahre in der von Ulrike Paul betreuten Tanzgruppe. "Irgendwann habe ich mal vorgesungen und bin jetzt auch mit bei den Sängerinnen", erzählt die 15-Jährige. Beim Genthiner Weihnachtsmarkt hatte sie bereits einen Soloauftritt. Gemeinsam mit der 18-jährigen Elli Preuschoff gehört Celine zu den jüngsten Sängerinnen. Beide sind über die regelmäßigen Besuche dazugekommen. "Wir sind, so wie wir jetzt sind, sehr gut besetzt", sagen die Sängerinnen.

Mit kleinen Pannen wird locker umgegangen

Die Auftritte machen Spaß, und gemeinsam werde auch über manche Panne gelacht. "Im vergangenen Jahr hatten wir alles Mögliche, was so passieren kann, von umgefallenen Notenständern bis zu ausgefallenen Mikrofonen", erinnert sich Ulrike Paul. Ganz verrückt sei der Rad- und Wandertag in Parey gewesen. "Erst hieß es, es ist noch Zeit und plötzlich hat Veranstalter Radio SAW angerufen, ob wir schon auftreten können", so Paul. "Da wurde ich von Essen mit meiner Familie abgeholt und hatte beinahe noch die Gabel im Mund, während die anderen schon auf der Bühne standen und gesungen haben", sagt Tina Stollberg lachend. Aber so aufregend sei es selten.

Das Jahr 2014 steht für Ice Cream ganz im Zeichen des zehnjährigen Bestehens. "Wir hoffen, dass wir noch ein wenig mehr mit Live-Musik-Begleitung machen können", wünschen sich die jungen Frauen. Mit den O\'Briens von der Musikschule werde schon etwas vorbereitet. "Auch die Background-Stimmen wollen wir stärker selber übernehmen", blickt Ulrike Paul voraus. Da das Pareyer Jugendzentrum auch einen Schwerpunkt auf den Tanz hat, sollen die Tänzer stärker in die Gesangsdarbietungen eingebunden werden.

 

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