Genthin (spö) l Die Neugier, die große weite Welt hinter dem Pkw-Lenkrad zu erkunden, und die Leidenschaft des Fotografierens führten Carsten Schön aus Berlin zu seiner nunmehr vierten Ausstellung in den Genthiner Wasserturm. Die Vereinsvorsitzende des Kunstvereins, Dr. Eva-Maria Rohmann, stimmte die Besucher darauf ein, dass sie sich auf einen Fotografen freuen können, der seine Motive in fremden Ländern findet, in denen er keinen typischen Urlaub verbringe oder der später seine Bilder nachträglich am Computer bearbeite.

Diesmal nahm der Gesundheitswissenschaftler, vielen bekannt aus seiner einstigen Tätigkeit als Controller im Johanniter-Krankenhaus Stendal-Genthin, die Besucher der Vernissage mit auf eine Charity-Rallye vom Allgäu bis nach Jordanien, die ihn unter anderem über die Türkei und Israel führte.

Schön berichtet begeistert von der etwa 7000 Kilometer langen, dreiwöchigen Tour abseits von Autobahnen, die er im vergangenen Jahr unternommen hatte. 111 Teams und 333 Fahrer beteiligten sich daran - Stoff genug für die Gäste des Tages, um Carsten Schön mit vielen Fragen zu überschütten.

"Ich habe bei der Ausstellung die Fotografien nicht in der Reihenfolge der Reise angeordnet und hoffe damit, beim Besucher kleine Geschichten auszulösen, Kopfkino, wie man neudeutsch so schön sagt", suchte Carsten Schön den Dialog mit den Gästen der Vernissage. Der Berliner stellte lebendig an vielen Beispielen dar, dass es bei der Tour nicht vordergründig um sportlichen Ehrgeiz und Platzierungen ging.

Hauptsächlich standen wohltätige Zwecke im Vordergrund, kombiniert mit der Möglichkeit, auf ganz einmalige Art und Weise die Länder zu bereisen und zu erkunden. So wurden beispielsweise in der Türkei Schulranzen und Bobbycars durch die Teams übergeben. Bei der Ankunft in Jordanien wurden die Autos der Bevölkerung als Ersatzteilspender überlassen. Der Erlös war wiederum für einen karitativen Zweck bestimmt.