Schlangen, Leguane, Echsen und Skorpione konnten am Wochenende im Stadtkulturhaus bestaunt werden. Einige Besucher gingen auch auf Tuchfühlung mit den exotischen Tieren, die man hierzulande eher selten zu Gesicht bekommt.

Genthin l "Die ist ja gar nicht glitschig", stellten Lisasophie, Leonlouis und Fynn-Luca fest, als ihnen die Tigerpython vorgeführt wurde. "Keine Angst, die würgt niemanden", konnte Tierpfleger Karl Lauenburger die Kinder beruhigen. Gemeinsam mit ihren Eltern Jasmin Schneider und Stephan Kienscherf besuchten die drei Geschwister am Wochenende die Reptilienausstellung.

Rund 250 Tiere aus 130 verschiedenen Tierarten konnten die Besucher im Stadtkulturhaus betrachten. "Die Schlange war ganz schön schwer!", staunte Leonlouis voller Respekt über die Tigerpython. "Diese Schlangen können 60 bis 80 kg schwer werden und erreichen eine Länge von bis zu neun Metern", erläuterte Lauenburger. Seine Schwester Lisasophie nahm sogar allen Mut zusammen und ließ sich eine große Vogelspinne über die Hand laufen. "Das kitzelt", meinte sie und fand das haarige Tier schließlich gar nicht so eklig. Diese Empfindungen hätten Viele. Aus diesem Grund wollen die Aussteller mit der Schau die Schönheit der exotischen Tierwelt präsentieren und Wissen vermitteln. So erfuhr Lisasophie: "Die Vogelspinnen können, je nach Art, bis zu vier Jahre alt werden." Auch standen die Experten vor Ort Rede und Antwort, wenn es um die Anschaffung von Reptilien ging. Denn diese müsse wohl überlegt sein. "Für Kinder sind Reptilien nicht geeignet." Den Besuchern sollten nicht nur Spektakuläres gezeigt werden. "Auf eine reine Effekthascherei und Sensationslust wird bei den gezeigten Tieren bewusst verzichtet", so die Ausstellungsmacher. Lauenburger ist einer der Betreiber der Reptilienausstellung. Er führt mit seinem Bruder und dem Cousin das Erbe der Eltern weiter. Diese hatten schon vor vielen Jahren mit der Reptilienzucht begonnen. Der Familienbetrieb tingelt mit der Ausstellung durch ganz Deutschland. Die Tiere leben in ihren artgerechten Terrarien.

Der große Leguan, der ohne Terrarium auf einem Baumstumpf das Treiben gelangweilt verfolgte, wurde unter anderem von Hand aufgezogen und ist jetzt vier Jahre alt. Er zog aufgrund seines sehr interessanten Aussehens viele Blicke auf sich. Nicole Heidenreich und Jens Dielas schauten sich hingegen gemeinsam mit Tochter Jolina die Spornschildkröten genau an. Sie waren aufgrund ihrer Rückenpanzerlänge von ungefähr 80 Zentimetern besonders auffällig. Zudem sind Schildkröten bei Groß und Klein beliebt. "Aber so dicht kommt man an so große Tiere dieser Art selten heran", meinte ein Besucher. Das sei ein Vorteil der Veranstaltung.

   

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