Genthin l Der koreanische Kampfsport Taekwondo ist eine Selbstverteidigung ohne Waffen und Hilfsmittel. Übersetzung: "Weg des Fußes und der Hand". Unterschieden wird zwischen dem traditionellen und dem modernen Taekwondo, dem Kyorugi. Das ist im Gegensatz zu der traditionellen Variante eine Form des Vollkontaktwettkampfs und gilt seit 2000 als olympische Disziplin. Im Genthiner Black Belt Center an der Bahnhofstraße wird die traditionelle, kontaktlose Form betrieben.

Taekwondo ist dynamisch, enthält viele Fußtechniken und ist vor allem schnell. Es ist nicht nur Sport, sondern schult auch den Geist. Gerade im traditionellen Taekwondo ist es nicht der Partner, gegen den man kämpft, sondern das eigene Selbst. Trainer Frank Müller: "Unser Sport formt den Charakter."

Taekwondo schult Beweglichkeit, Ausdauer und Konzentrationsfähigkeit. Die Selbstverteidigungsmethoden können in unerwarteten Notfallsituationen helfen. Kampfkünstler sind in der Lage, eine Situation schnell unter Kontrolle zu bringen. Sie können sich gegen Angreifer behaupten, auch wenn diese überlegen wirken.

Die drei Silben stehen für Fußtechnik (Tae), Handtechnik (Kwon) und Weg (Do). Der Kampfanzug (Dobok) ist ein Anzug aus leichtem, weißgebleichtem Stoff, der aus einer Jacke, Hose und Gürtel besteht. Er ist strapazierfähig, lässt alle Bewegungen zu und widersteht leichtem bis mittlerem Reißen. Die Füße bleiben unbekleidet.