Am kommenden Sonnabend wird der Sänger Joe Carpenter im Konzertsaal in Genthin auftreten. Zuvor spricht er mit Volksstimme-Redakteur Mike Fleske über seine Musik und den guten Zweck des Konzertes.

Volksstimme: Sie sind als Künstler immer mit von der Partie, wenn auf dem Marktplatz gefeiert wird. Bei Regen oder Schnee sorgen Sie mit ihrer Musik für gute Laune. Freuen Sie sich bei einer Veranstaltung in Genthin endlich mal ein Dach über dem Kopf zu haben?

Joe Carpenter: Seit 33 Jahren mache ich Musik und habe in dieser Zeit viele schöne Begebenheiten erlebt. In den letzten Jahren hat sich das Ganze so entwickelt, dass ich viel herumgekommen bin - man kann sagen von Usedom bis Pilgramsberg oder auch von Schwedt bis Schwerte. Mein "zu Hause" ist für mich aber auch sehr wichtig. In Genthin habe ich in den letzten Jahren viele Freunde gefunden und auch Leute, die mein Dasein als Sänger zu schätzen wissen. Um jedoch auf die Frage zu antworten, es ist eher so, dass die meisten Veranstaltungen, bei denen ich zugegen bin, sehr wohl "bedacht" sind.

Volksstimme: Was dürfen die Zuhörer von Ihrem Programm erwarten? Wird es eine Mischung aus eigenen Titeln und Coversongs?

Joe Carpenter: Genau das. In den letzten Monaten habe ich intensiv an dem Programm gearbeitet. Als ich die Lieder dafür zusammen stellte, entstand eigentlich eher unbewusst eine Geschichte daraus. Es werden Titel von Peter Maffay, Larry Schuba, Udo Lindenberg und anderen Größen zu hören sein, aber auch meine eigenen neuen Songs. Der Titel des Konzertes "Leise Töne in einer lauten Welt!" verrät schon, dass viele Balladen zu hören sein werden, aber zu ruhig wird es auch nicht werden. Soviel sei gesagt: Es werden ausschließlich deutschsprachige Lieder sein. Mein bisher erfolgreichstes Lied "Ans Meer" wird auf jeden Fall dabei sein.

Volksstimme: Ihre Auftritte reichern Sie mit humorvollen, oft selbstironischen, Moderationen an. Werden Sie diese Leichtigkeit auch im ehrwürdigen Auftrittsraum des Landkreises beibehalten?

Joe Carpenter: Lachen und Fröhlichsein empfinde ich als sehr wichtig. Genauso wichtig ist es für mich auch andere Menschen mitzureißen. Ich denke, es schadet nicht auch mal über sich selbst lachen zu können. Das ist aber nur die eine Seite der Medaille. Die andere Seite sieht so aus, dass ich auch ein ernstes, tiefgründiges Gespräch sehr schätze. Ich bin gern ein Freund kesser Sprüche, aber nur in passenden Situationen.

Volksstimme: Ernster Natur ist auch der Zweck des Konzertes. Der Erlös wird an die Björn-Schulz-Stiftung gespendet, die schwer kranken Kindern hilft. Wie kam es zu dieser Entscheidung, haben Sie selbst Verbindungen zu der Organisation?

Joe Carpenter: Mit der Idee, ein eigenes Konzert aufführen zu wollen, stand für mich fest, dass ich damit etwas wirklich Sinnvolles und keinesfalls etwas Eigennütziges tun möchte. Es gibt die verschiedensten Möglichkeiten sich für diese oder jene Sache zu engagieren.

Ohne lange nachzudenken stand jedoch für mich fest, dass der Erlös aus meinem Konzert Kindern zugute kommen soll, die nicht unbedingt jeden Tag glücklich sein können. Ich hatte vor einiger Zeit von einer Stiftung gehört, die sich genau um solche Kinder kümmert. Das Thema hat mich so sehr berührt, dass ich mich darüber intensiv informiert habe und schnell zu dem Entschluss gekommen bin, hier meinen kleinen Beitrag für diese große Sache leisten zu wollen. Was von der Björn-Schulz-Stiftung in ihrer täglichen Arbeit geleistet wird, empfinde ich als absolut bewundernswert.

Das Konzert beginnt um 19 Uhr im Konzertsaal Jerichower Land (Brandenburger Straße 100). Karten gibt es in der Touristinformation Genthin oder unter Telefon (039 33) 19 433.