Paplitz l Muss das wirklich sein?, fragten viele Leser und meinten damit die bevorstehende Auflösung der Paplitzer Feuerwehr (Volksstimme berichtete). Stadtwehrleiter Achim Schmechtig und Bürgermeister Thomas Barz halten die Voraussetzungen für eine Auflösung für gegeben. Der Paplitzer Wehr fehle es an Führungskräften und vom Land vorgeschriebenen Abschlüssen. Auch auf der Facebookseite des Bürgermeisters wird das Thema diskutiert.

"Da muss es doch einen Weg geben ,um dieses Problem zu lösen", schreibt Jens Enders. "Ich denke, wenn sich die Wehr auflöst, wird es in naher Zukunft keine Wehr mehr geben. Ich kann die Kameraden verstehen, dass sie sich nicht in eine andere Wehr einbringen wollen, denn sie wohnen ja in Paplitz."

Sebastian Wittesch sieht das Problem eher bei den Kameraden: "Sicher wird es nach der Auflösung in naher Zukunft keine neue Wehr geben, aber es wird sicherlich auch nicht machbar sein, in naher Zukunft etwas am bestehenden Problem zu ändern." Er argumentiert, dass die fehlenden Qualifikationen der Kameraden nicht über Nacht nachgeholt werden könnten. "Leider ist es vielen Mitgliedern einer Feuerwehr aus beruflichen Gründen einfach nicht möglich, zu jeder Tageszeit abrufbereit zu sein, oder sich mal eben eine Woche an der Feuerwehrschule zum Gruppenführer ausbilden zu lassen."

Eine Alternative zeigt Martin Greiff auf und schreibt: "Ist denn schon geprüft worden, ob es andere Möglichkeiten gibt? Mir würde da spontan einfallen, die Wehr als Löschgruppe den Tucheimern zu unterstellen."

So wäre sie zwar keine eigene Wehr mehr, aber Fahrzeug, Mannschaft und Standort blieben erhalten.

Ingo Tiesler aus Ferchland hat für beide Seiten Verständnis. "Es ist in der heutigen Zeit sehr schwierig, Beruf, Feuerwehr und Familie unter einen Hut zu bekommen. Meiner Meinung nach liegt in Paplitz eindeutig ein Führungsproblem vor. Vorgesetzte sind es, die verantwortlich sind für Motivation, Zusammenhalt und Kameradschaft." Das Gefühl jeder steht für den anderen ein und gebraucht zu werden scheint in Paplitz zu fehlen, so Tiesler weiter.

"Wenn das Führungsproblem gelöst ist, gibt es in Paplitz auch wieder einen Gruppenführer und Feuerwehrleute die gern zum Dienstabend beziehungsweise zur Weiterbildung kommen."

Die Schließung ist der falsche Weg, sagt Tiesler und plädiert für einen anderen Führungsstil der Vorgesetzten. "Schließlich handelt es sich um ein Ehrenamt."

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