Die Ortsfeuerwehr des jüngsten Genthiner Ortsteils, Schopsdorf, blickte am Sonnabend auf ein ereignisreiches Jahr 2013 zurück, das die Feuerwehrleute vor anspruchsvolle Aufgaben stellte.

Von Bettina Schütze

Schopsdorf l "Als Ortswehrleitung können wir sagen, dass die an die Freiwillige Feuerwehr Schopsdorf im Jahr 2013 gestellten Aufgaben in vollem Umfang erfüllt worden."

Dieses Fazit zog der kommissarische Ortswehrleiter Axel Rulff in seinem Tätigkeitsbericht anlässlich der Jahreshauptversammlung.

Nachdem Dirk Schwarzlose aus persönlichen Gründen sein Amt niedergelegt hatte, fungiert der bis dahin stellvertretende Ortswehrleiter seit Dezember in dieser Funktion. "Die Funktion des Ortswehrleiters muss in naher Zukunft aber neu besetzt werden", mahnte Axel Rulff.

"Wir waren im vergangenen Jahr insgesamt 245,6 Stunden im Einsatz."

Axel Rulff

15-mal mussten die Schopsdorfer Kameraden im Jahr 2013 ausrücken. Zehnmal galt es dabei, Brände zu löschen. Viermal war Technische Hilfeleistung gefragt und einmal eine Amtshilfe für die Polizei mit der Wärmebildkamera.

Axel Rulff: "Insgesamt war unsere Feuerwehr 35,6 Stunden im Einsatz. Das waren 245,6 Mannstunden. Im Durchschnitt waren pro Einsatz sieben unserer Kameraden dabei."

Dazu kamen noch die 40 Stunden Standortausbildung für jeden Kameraden. Außerdem absolvierte ein Kamerad erfolgreich einen Gruppenführerlehrgang am IBK in Heyrothsberge und vier weitere die Atemschutzübungsanlage im FTZ in Burg.

"Leider besteht unsere Jugendfeuerwehr nur noch aus vier Kameraden", musste Axel Rulff konstatieren. Für Jugendwart Sebastian Schulz wird noch immer ein Stellvertreter gesucht.

Der Verein "Freunde der Freiwilligen Feuerwehr Schopsdorf" rüstete die Kameraden mit Schlechtwetterjacken aus.

Die Ortsfeuerwehr Schopsdorf zählt derzeit 39 Mitglieder: in der aktiven Wehr 20 Kameraden und ein Gast (Henryk Lampert), vier in der Jugendfeuerwehr und zehn in der Alters- und Ehrenabteilung.

Im zurückliegenden Jahr wurde unfallfrei gearbeitet. Die Kameraden brachten sich aktiv in Veranstaltungen im Ort ein.

Genthins Bürgermeister Thomas Barz dankte den Kameraden für ihre Einsatzbereitschaft. Er wies darauf hin, dass die Entwicklung in der Paplitzer Ortswehr auch richtungsweisend für die Schopsdorfer Ortswehr ist. "Der Brandschutz in Paplitz muss auch durch Euch mit abgesichert werden."

"In diesem Jahr müssen wir im Ort wieder näher zusammenrücken."

Sven Mehlhase

Im Ergebnis der Risikoanalyse für die Feuerwehren der Stadt Genthin soll die Schopsdorfer Ortswehr im nächsten Jahr ein Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug erhalten. "Ich hoffe, dass das Land den Fördermittelantrag dafür befürwortet", so Stadtwehrleiter Achim Schmechtig. Dann darf der mittlerweile 43 Jahre alte Rüstwagen endlich in Rente gehen.

Der Stadtwehrleiter machte auch deutlich, dass "die Feuerwehr Schopsdorf ein Zugewinn, eine Bereicherung für die Stadt Genthin ist". Ihr Gerätehaus ist eins von zweien, das allen Anforderungen entspricht.

Die Ortswehr Schopsdorf ist mit ihren 119 Jahren die drittälteste in der Stadt, aber ihr jüngstes Mitglied. Achim Schmechtig informierte darüber, dass die Jugendfeuerwehr Schopsdorf ab sofort auch die Schwimmhalle in Genthin nutzen kann.

Ortsbürgermeister Sven Mehlhase mahnte, "dass wir im Ort in diesem Jahr wieder näher zusammenrücken müssen".

Als einen Schwerpunkt sieht er neben dem Aufstellen einer neuen Ortswehrleitung die Werbung von neuen Mitgliedern für die Jugendfeuerwehr an.