"Grün erleben" heißt das neue Konzept von Kühne Jungpflanzen (ehemals Genthiner Gartenbaucenter). Ein Großteil der Bauarbeiten sind zum Blütenfest am 1. März umgesetzt. Bis Mitte des Jahres ist der Umbau abgeschlossen.

Genthin l Mit der Umsetzung des Konzepts "Grün erleben" wird den Kunden künftig eine Rundumversorgung angeboten. Dahinter verbirgt sich das Vorhaben, den Besuchern beim Gang durch das Center wirklich alles rund um Pflanzen aufzuzeigen. In den Gewächshäusern des ehemaligen Gartenbaucenters finden gerade die Umbauarbeiten statt.

"Von der Pflanze, über den Topf, die passende Pflege bis hin zur Deko."

Torsten Kühne, Inhaber

"Von der Pflanze, über den Topf, die passende Pflege, bis hin zur Deko", erklärt Inhaber Torsten Kühne die Neuaufstellung mit der "Grün erleben"-Strategie im Gärtnereibetrieb.

Anfang März ist der Großteil der Konzeptumsetzung bereits erledigt. Bis Mitte des Jahres soll das Vorhaben komplett sein. Im Eingangsbereich wird in dezentem Beige gestrichen. "Die Pflanzen sollen auch nach der Neugestaltung der Centerräume im Vordergrund stehen", sagt Kühne. Außerdem sind Mitarbeiterschulungen Teil der neuen Philosophie. Das neue Konzept schafft Arbeitsplätze. Seit 2012 wurden in der Produktion zehn Mitarbeiter und zwei Auszubildende und in der Baumschule ein neuer Mitarbeiter eingestellt. Ab März kommt eine Floristin dazu.

Informationspunkte für eine noch bessere Beratung werden in Saison- und Zubehörräumen entstehen. Im Kassen- und Schnittblumenbereich soll es Veränderungen geben. Auf den 3500 Quadratmetern Fläche werden hauptsächlich saisonale Pflanzen verkauft. Das Konzept "Grün erleben" verdeutlicht auch die Zusammengehörigkeit mit dem Dresdener Standort. Der Gärtnereibetrieb besteht bereits seit 1899. Inhaber Kühne hat eine klassische Gärtnerausbildung gemacht. "Gärtnern hat mir einfach schon immer Spaß gemacht", erzählt er. Den Genthiner Betrieb leitet er von Dresden aus und ist mindestens einmal die Woche vor Ort.

Aktuell sind die Frühlingsblüher, nach einer fünfmonatigen Kulturzeit, auf dem Markt. Primeln, Narzissen, Tulpen, Hyazinthen und Co sind die gängigen Pflanzenarten, die auch selbst in den Gewächshäusern gezüchtet wurden.

"Ich persönlich bin bisher noch nicht dazu gekommen, mein Zuhause frühlingshaft zu gestalten", erzählt der 39-Jährige Dresdener, seit 2012 der Inhaber der Genthiner Filiale. Die ersten Blumenschalen mit Frühblühern könne man in geschützten Bereichen bereits draußen aufstellen.

Besonders am Herzen liegen ihm jedoch die Hortensien, die der Gärtnereibetrieb neben anderen Pflanzensorten selbst züchtet. Mit der Variante der "Schloss Wackerbarth"-Hortensie ist Kühne Jungpflanzen eine dreifarbige, weltweit einzigartige Form gelungen. Ohnehin sind 17 der 25 Sorten im Angebot eigene Zucht. Bis solch ein Ergebnis erzielt ist, können schon mal acht Jahre vergehen. Zum Sortiment gehören außerdem 750 Sorten Beet- und Balkonpflanzen und 50 verschiedene Alpenveilchen. "Der große Andrang auf die Frühblüher kommt erst Anfang März", sagt Gartencenterleiterin Claudia Schmidt. Die 28-Jährige ist gelernte Dekorateurin und seit August beschäftigt. Der ersten Blumenschalen werden jetzt von den Kunden bestückt, um den Frühling auch zuhause einkehren zu lassen.

"Ich habe eigentlich überhaupt keinen grünen Daumen."

Claudia Schmidt, Centerleiterin

"Ich habe eigentlich überhaupt keinen grünen Daumen", gibt die Centerleiterin zu und lacht. Dekoration ist dafür genau ihr Ding.

Kundin Anja Jasmand aus Bensdorf war auf der Suche nach Hornveilchen, kam an den Frühjahrsblühern aber nicht vorbei. "Für mich ist die Gartensaison auf jeden Fall schon eröffnet", erzählt sie. Wenn die ersten Krokusse blühen ist für sie der Frühling angekommen.

 

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