Mit einer Ehrung für die Bestplatzierten unter den insgesamt 130 Teilnehmer-Teams aus dem Jerichower Land am Planspiel Börse endete ein zehnwöchiger, spannender Wettstreit um höchstmögliche Depotwerte.

Von Simone Pötschke

Genthin l Ralf Giese, Vorstandsmitglied der Sparkasse Jerichower Land, hielt sich gestern bei der Prämierung der Gewinner nicht lange mit der Vorrede auf. "Wir hoffen, dass Sie bei dem Planspiel Börse erfahren haben, dass Wirtschaft nicht nur etwas Trockenes ist, sondern richtig Spaß machen kann." Seit 1996 beteiligen sich Teams der Sparkasse Jerichower Land an dem europaweiten Planspiel Börse. Die Teilnehmerresonanz pegelt sich seither anhaltend auf einem hohen Niveau ein, so dass zum 1. Oktober 2013 120 Schülergruppen, sechs Lehrerteams (außer Konkurrenz) und vier Azubi-Teams (außer Konkurrenz) in den Vergleich um maximale Depotwerte bzw. Nachhaltigkeitserträge starteten.

Dass zum wiederholten Male als Veranstaltungsort für die Prämierung das Hotel/Restaurant Grüner Baum ausgewählt worden war, räumte Giese ein, sei im Hinblick auf die jahrelange, erfolgreiche Teilnahme der Brettiner Sekundarschule geschehen. Bernd Seiffert, Lehrer der Sekundarschule "An der Elbe", die sich ebenfalls platzieren konnte, war diese Anmerkung allerdings ein heiterer Zwischenruf wert, die Auswertung 2015 in Parey durchzuführen.

Während der zehnwöchigen Spieldauer mussten die Gruppen Cleverness und Sachverstand walten lassen, um ihr fiktives Startkapital in Höhe von 50 000 Euro höchstmöglich zu mehren, indem sie mit einem glücklichen Händchen in eine Auswahl von Wertpapieren investieren. Dabei wurden die Kauf- und Verkaufsaufträge auf der Basis realer Kursnotierungen an verschiedenen Börsenplätzen zweimal pro Börsentag abgerechnet. Sieger wurde die Gruppe, die bis zum Spielende am meisten auf das fiktive Startkapital "draufgelegt" hat. In der Depotwertung stieg in der jüngsten Spielrunde auf Bundesebene eine Gruppe der Sparkasse Neckartal-Odenwald und in der Nachhaltigkeitswertung eine Schülergruppe der Sparkasse Mittelsachsen auf das Siegertreppchen.

An ihre Erfolge der Jahre 2009 und 2012 konnten die Acht- und Neuntklässler der Brettiner Sekundarschule zwar nicht anknüpfen, seinerzeit holten ihre Vorgänger die Landestitel in das Jerichower Land, doch Lutz Lattke vom Marketing der Sparkasse würdigte die Ergebnisse der regionalen Wertung, indem er kurz auf die Strategie und die Transaktionen jeder einzelnen Gruppe einging.

In der jüngsten Spielrunde gab es insgesamt 35 566 Depots, in Deutschland allein 34 127, weitere entfielen auf Frankreich, Italien, Luxemburg und Schweden. Dabei wurde ein Gesamtumsatz von 3,79 Milliarden Euro erzielt.

In den einzelnen Wettbewerben gingen an den Sieger in der Depotgesamtwertung und der Nachhaltigkeitswertung je 400 Euro pro Team. Platz zwei wurde mit 300 Euro pro Team belohnt, die Drittplatzierten durften sich über 200 Euro pro Team freuen.

Die umsatzstärksten Werte wurden in dieser Spielrunde bei Apple, Amazon, Volkswagen und Google erzielt.