Jerichow (sta) l In diesem Jahr soll ein Teil der Straßenbeleuchtung in der Einheitsgemeinde Stadt Jerichow auf LED-Leuchten umgestellt werden. Bereits im vergangenen Jahr hatte die Stadt dafür Fördermittel des Bundesumweltministeriums beantragt. Das sei 2013 für eine solche Maßnahme letztmalig möglich gewesen, berichtete Bürgermeister Harald Bothe.

Beantragt worden sei die Umstellung nur für einige Straßenzüge mit energieintensiven Lampen in Teilen von Redekin, Brettin und Jerichow. Für diese Straßenlampen wurde ein Jahresenergieverbrauch von knapp 90 000 Kilowattstunden gemessen. Mit den neuen Leuchten können mehr als 62 000 Kilowattstunden eingespart werden, das sind fast 70 Prozent.

Mit Blick auf die stetig steigenden Energiepreise werde sich damit die Investition in einigen Jahren bezahlt gemacht haben, wenn auch die Gesamtkosten von etwa 160 000 Euro zunächst hoch erscheinen mögen und lediglich 20 Prozent der förderfähigen Kosten als Zuwendung gewährt werden, betont Bothe. 28 233 Euro beträgt die bewilligte Fördersumme, und die Abrechnung der Maßnahme muss bis spätestens 30. September dieses Jahres erfolgt sein.

Bei einem Teil der Straßenlampen werden nur die Leuchtmittel gewechselt werden müssen, bei einigen die gesamten Leuchten.

In den nächsten Jahren sollen auch noch weitere Straßenlampen in der Einheitsgemeinde auf energiesparende Leuchtmittel umgestellt werden beziehungsweise andere Möglichkeiten der Energieeinsparung zum Einsatz kommen, kündigte Bothe an. Denn im gesamten Gebiet der Einheitsgemeinde beläuft sich der Stromverbrauch allein für die Straßenbeleuchtung auf über eine halbe Million Kilowattstunden, belegt der Bürgermeister anhand der Zahlen aus dem Jahr 2012.

Diese Fördermöglichkeit für die Umstellung von Straßenbeleuchtung aus dem "Sondervermögen Energie- und Klimafonds" gebe es ab diesem Jahr leider nicht mehr, für die Umstellung von Lampen in öffentlichen Gebäuden laufe das Förderprogramm aber weiter.