Nachwuchssorgen? Nicht beim Hohenseedener Verein "Lindenblüte"! Die Aufgeschlossenheit in alle Richtungen, die Einbindung ins Dorfleben und die Vielzahl interessanter Veranstaltungen haben sich bewährt. Immer wieder schließen sich neue Mitglieder dem Verein an.

Hohenseeden l Auch bei der Jahreshauptversammlung konnte Vorsitzende Ute Braune zwei Neue in den jetzt 60 Mitglieder starken Verein aufnehmen und wusste bereits, dass weitere schon "in den Startlöchern" stehen. Sehr gut besucht war die Versammlung, bei der zwischen Kaffee und Abendbrot Bericht erstattet wurde über die Aktivitäten im vergangenen Jahr.

Der Bericht, den Ute Braune vorbereitet hatte, war lang, denn es war sehr viel los im Verein. Allein bei den Kaffeenachmittagen, die in der Regel am letzten Donnerstag im Monat stattfinden, sind immer 30 bis 35 Mitglieder und Gäste dabei gewesen, freut sie sich.

Gäste seien bei allen Veranstaltungen willkommen, betonte sie. Und das Interesse ist da, denn auch die Kaffeerunden sind nie langweilig: Nahezu immer ist jemand eingeladen, der etwas Interessantes zu berichten oder vorzustellen hat. Diesmal waren das unter anderem Antonia Beran vom Kreismuseum in Genthin, die über "Schule früher" berichtete, Hanna Lüdtke, die Trachten vorstellte, Cornelia Müller, die Tipps rund um das Auto gab, Karin Hönicke aus Burg, die aus der Geschichte der Schuhindustrie erzählte, Daniela Gummelt, die ihre kleine Seifenmanufaktur vorstellte...

Höhepunkte waren die Grillabende auf dem Schulplatz, die sich zu Treffpunkten für Jung und Alt entwickelt haben. Der Herbst-Grillabend zum Martinstag wurde gemeinsam mit Kita, Feuerwehr, Reitverein und Karnevalsverein durchgeführt. Künftig beibehalten werden soll, dass im Vorfeld solcher Veranstaltungen erweiterte Vorstandssitzungen stattfinden, bei denen Vertreter anderer Vereine und Mitwirkender anwesend sind, denn das habe sich bewährt, betonte Ute Braune.

Die "Lindenblüte" wirkte auch wieder bei anderen Veranstaltungen: Das "kleine Café" beim Reiterfest ist längst eine sehr beliebte Tradition, und beim Spargelfest wird der Saal mit Feldblumen geschmückt.

Gut etabliert habe sich der kleine Markt "Kunst und Krempel", der, außer im Winter, an fast jedem Markttag im Pavillon auf dem Hof der Bauernscheune stattfindet. So kann die Vereinskasse ein wenig aufgebessert werden, was wiederum anderen Aktionen zugute kommt. Die finanzielle Bilanz fiel auch deshalb wieder sehr gut aus, wie der Bericht von Kassenwartin Gisela Meyer bewies.

Ute Braune nannte noch weitere Höhepunkte des vergangenen Jahres: Im Rahmen des "Lindenblütenfests" im Juni konnte der Verein sein 20-jähriges Bestehen feiern. Im Frühjahr und Herbst fuhren etliche Mitglieder zum Blütenfest des Genthiner Gartenbaus, eine größere Tour führte nach Brandenburg mit Schiffsfahrt und Stadtrundfahrt, im Herbst fand das Pellkartoffelessen in der Bauernscheune statt, wo Landwirt Ulrich Liesau etwas über die Knollen erzählte. Auch eine Feldbesichtigung hatte die Agrargenossenschaft wieder ermöglicht: Mit dem "Spargelbus" ging es durch die Anlagen, und im Erdbeerfeld gab es ein Picknick. Und im Herbst wurde erstmals Oktoberfest gefeiert.

Auch das Hochwasser blieb in Hohenseden nicht ohne Spuren. Freilich bestand nie eine Gefährdung durch das Wasser, aber nachher beim großen Sandsäcketrocknen haben Mitglieder der "Lindenblüte" auch tüchtig geholfen.

Ute Braune gab weiterhin einen kleinen Ausblick auf die Veranstaltungen in diesem Jahr, soweit die Termine schon feststehen (siehe Info-Kasten). "Von ruhig kann keine Rede sein", fasste sie zusammen. Sie dankte allen Mitgliedern für ihre Arbeit und auch allen, die den Verein unterstützen.

Eine kulturelle Einlage gab es auch diesmal: Antje Ritz aus Dretzel mit ihren Kindern Niklas (8. Klasse) und Henrike (6. Klasse) traten als Akkordeon-Trio auf. Sie haben auf dem Weg zur Orchesterprobe nach Magdeburg in Hohenseeden einen kurzen Halt eingelegt, um die Mitglieder der "Lindenblüte" zu erfreuen, und das gelang ihnen auch. Es wurde geschunkelt, mitgesungen und nach einer Zugabe verlangt, und zum Schluss der Wunsch geäußert, sie mögen bald einmal wiederkommen.

   

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