Nicht das Feuer sondern das Wasser hielt die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Altenklitsche im vergangenen Jahr besonders in Atem. Im Sommer kämpften die Einsatzkräfte in Jerichow gegen das Hochwasser.

Altenklitsche l Auf ein besonderes Jahr sahen die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Altenklitsche während ihrer Jahreshauptversammlung zurück.

Dabei hatten die Kameraden der Wehr in erster Linie die Hochwassersituation im Sinn, als sie sich an die bemerkenswerten Einsätze des vergangenen Jahres erinnerten. Am 10. Juni 2013 wurde die Feuerwehr nach Jerichow gerufen, um sich aktiv an den Maßnahmen des Hochwasserschutzes in der Region zu beteiligen.

Die Altenklitscher Kameraden sicherten in Zusammenarbeit mit anderen Feuerwehren und Organisationen die mit Sandsäcken errichteten Deiche in Jerichow Richtung Steinitz und verhinderten dort durch ihre Arbeit schlimmere Schäden durch die Wassermassen. Auch bei der Brandbekämpfung war die Wehr im Einsatz. Dazu kamen Bereitschaftsdienste während der angespannten Hochwasserlage. Am 26. April 2013 war die Wehr daran beteiligt einen Autobrand auf der Landstraße nach Vehlitz zu löschen. Neben diesen fachlichen Einsätzen konnten weitere Aktivitäten für die Gemeinde mit gestaltet werden.

Dazu gehörten die Absicherung der Lagerfeuer zum 1. Mai sowie zum Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober. Auch die Unterstützung für das jährliche Dorffest im August gehörte zum Arbeitsplan der Kameraden. Eine weitere Traditionsarbeit ist die Überprüfung der Funktionsfähigkeit der Löschwasserentnahmestellen jeweils im Frühjahr und Herbst.

"Die Einsatzfähigkeit der Wehr ist immer davon abhängig, wie gut der technische Zustand der Aggregate und Einsatzgeräte ist", erläuterte der Ortswehrleiter. Auf diesem Gebiet seien die Kameraden äußerst rührig, denn Pflege und Wartung habe bei ihnen oberstes Gebot, wurden die Feuerwehrmitglieder von ihrem Chef gelobt. Allerdings muss sich die Wehr auch Sorgen machen. "Von den Ortsfeuerwehren der Einheitsgemeinde Jerichow haben die Altenklitscher das höchste Durchschnittsalter"; musste Merkla den Anwesenden verkünden. Zwar habe dieser Umstand den Vorteil, dass es zahlreiche gut ausgebildete Kameraden gäbe, aber viele davon stehen kurz vor dem Ende ihrer aktiven Zeit. "Uns drücken die Nachwuchssorgen enorm", war die Feststellung des Wehrleiters. Eine nennenswerte Besserung sei nicht in Sicht.

"Viele junge Menschen haben keine Lust, sich im Ehrenamt als Feuerwehrmann zu engagieren", zog Merkla ein eher bitteres Resümee. Von den 18 aktiven Mitgliedern der Ortswehr sind acht weibliche und zehn männliche Kameraden. Weiterhin gehören fünf Ehrenmitglieder zu dieser Einheit. Dass sie alle fit sind, konnten die Aktiven bei der Stadtmeisterschaft der Ortswehren der Einheitsgemeinde 2013 unter Beweis stellen. Ein beachtenswerter 3. Platz wurde errungen.

Der gute Ausbildungsstand konnte auch in einigen Zahlen deutlich gemacht werden. So gibt es zwei Wehrleiter, zwei Gruppenführer, sechs Truppführer, sechs Maschinisten, zwei Atemschutzgeräteträger und ein Mitglied für Technische Hilfeleistung.

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