Bergzow (sta) l Große Aufregung gab es gestern in Bergzow, nachdem an der Zufahrt zum Grünschnittplatz eine Ladung unsortierter Bauschutt abgekippt worden war. Als Thomas Schmidt, der schräg gegenüber wohnt, gegen Mittag von der Arbeit kam, konnte er es nicht fassen. Zwischen groben Steinen fanden sich Porzellan- und Glasscherben, Metallteile, kaputtes Werkzeug, ein Foliesack mit Stroh von einer uralten Wandisolierung.

"Kurz vorm Wochenende ist hier schon eine Fuhre abgekippt worden, da hatten sich die Kinder schon Sachen herausgesucht und damit gespielt", sawgt Thomas Schmidt. Denn der Weg führt direkt neben dem Rodelberg entlang, der auch ohne Schnee ein beliebter Spielplatz ist.

Bald waren auch Ortsbürgermeisterin Renate Räcke und weitere Bergzower informiert, die sich schließlich an die AJL wandten. Geschäftsführer Dr. Henning Gehm kam dann auch persönlich her, um das Ärgernis in Augenschein zu nehmen.

Was war passiert? Tatsächlich sei mit der AJL vereinbart worden, die Zufahrt zum Grünschnittplatz zu befestigen. "Das geht nicht mit Schotter, dazu brauchen wir grobe Steine, weil sonst nach drei Überfahrten mit unseren großen Fahrzeugen alles wieder weg ist", erklärte Dr. Gehm. Er räumte natürlich ein, dass in dieser Fuhre einiges drin war, das nicht hierher gehört. "Das hätte der Fahrer eigentlich sehen müssen und Bescheid sagen!"

Reagiert wurde schnell: Der Schutthaufen wurde durchsortiert, danach breitgeschoben und obendrauf kam noch eine Fuhre Sand, damit auch die Bürger mit ihren Autos oder mit dem Fahrradhänger heranfahren können, um Grünschnitt abzuladen.

Die Befestigung der Zufahrt war im Vorfeld zwischen Bergzowern und AJL abgesprochen worden. Denn es soll jetzt nur noch von dieser Seite aus an den Platz herangefahren werden und nicht mehr von hinten an der Friedhofsmauer entlang. Da hatte es Ärger gegeben, weil der Weg zum Friedhof zerfahren und verschmutzt wurde. Vorn allerdings sind die Fahrzeuge im Schlamm versunken, da musste etwas gemacht werden.

Dr. Gehm sieht die AJL in solchen Situationen so ein bisschen zwischen den Fronten. "Die Gemeinden wollen natürlich kein Geld für die Grünschnittplätze ausgeben, aber der Platz soll auch ordentlich sein." Also müssen Lösungen gefunden werden, die möglichst wenig kosten.