Bilanz für das Jahr 2013 hat die Freiwillige Feuerwehr Gladau am Freitagabend auf ihrer Jahreshauptversammlung gezogen. Außerdem wurden verdiente Kameraden geehrt.

Gladau l "Wir blicken auf ein arbeitsreiches und ausbildungsintensives Jahr zurück", machte Ortswehrleiter Ingo Wille in seinem Rechenschaftsbericht deutlich. Geprägt war das Jahr für die Gladauer Kameraden vor allem von ihren Einsätzen beim Hochwasser.

Alle sieben Einsätze im Jahr 2013 der Gladauer Ortswehr wurden beim Hochwasser absolviert und alle binnen einer Woche. Mit durchschnittlich sechs bis acht Kameraden rückte die Gladauer Wehr zu den einzelnen Einsätzen an verschiedenen Orten aus, informierte Mario Strübing. Damit verringerte sich die Zahl der Einsätze gegenüber dem Jahr 2012 (10) um drei.

Die Ortswehr zählt derzeit 16 Kameraden im Alter von 19 bis 56 Jahren, davon sechs Frauen, in der Einsatzabteilung.

Das Durchschnittsalter liegt derzeit bei 35,5 Jahren. Die Zahl der Einsatzkräfte ist in den zurückliegenden Jahren stetig zurückgegangen: 27 (2007), 23 (2010), 21 (2011) und 18 (2012). Es werde immer schwieriger, Nachwuchs zu gewinnen. Daraus resultierte die Schließung der Jugendfeuerwehr im Jahr 2012. Sie sei immer noch, so der Ortswehrleiter, "ein schmerzlicher Verlust.".

Der Alters- und Ehrenabteilung gehören acht Kameraden im Alter von 67 bis 86 Jahren an. Mit einer Schweigeminute wurde dem verstorbenen Mitglied Willi Gröpler gedacht. Er war 67 Jahre Mitglied der Feuerwehr.

Zufrieden zeigte sich der Ortswehrleiter mit der Ausbildung. "Wir befinden uns da auf einem guten Niveau. Die Ortswehr kann einen Verbandsführer, vier Gruppenführer, sechs Maschinisten, vier Atemschutzgeräteträger und eine Sicherheitsbeauftragte vorweisen.

In diesem Jahr sollen Motorkettensägenführer ausgebildet werden. In den nächsten Jahren, so Ingo Wille, sollen sich die fünf Führungskräfte in Heyrothsberge weiterbilden.

Im Rahmen der Standortausbildung haben die 16 Kameraden insgesamt 350 Ausbildungsstunden geleistet. "Damit haben wir durchschnittlich 55 Prozent erreicht. Zwischen 20 und 30 Stunden kamen auf jeden Kameraden", bilanzierte der Ortswehrleiter.

Frauengruppe bringt sich bei vielen Aktivitäten ein

Der Frauengruppe gehören aktuell 17 Mitglieder an. "Sechs von ihnen stehen im aktiven Dienst voll ihren Mann", berichtete Gruppenleiterin Andrea Meier. Das zurückliegende Jahr war von vielen Aktivitäten geprägt. Dabei entwickelte sich auch eine positive Zusammenarbeit mit dem Förderverein der Feuerwehr.

So brachten sich die Frauen unter anderem beim Kappenfest, dem Osterfeuer, dem Fest der Vereine und der Rentnerweihnachtsfeier ein. Beim Kartoffelfest in Genthin waren sie bei der Absicherung dabei. Aktiv unterstützten sie den Förderverein bei der Aktion "Weihnachten im Schuhkarton". Aber auch die Geselligkeit kam nicht zu kurz.

So wurden der Frauentag beim Bowling in Genthin gefeiert und eine Kremserfahrt durchgeführt. Die Tanzgruppe "Männerträume" präsentierte sich beim Feuerwehrball. Als besonderen Höhepunkt würdigte Andrea Meier die Wellnessfahrt nach Bad Harzburg.

Ortsbürgermeister Dr. Bernhard Schwandt bescheinigte der Ortswehr "eine ganz kontinuierliche Entwicklung". Für ihren Hochwassereinsatz erhielten die Kameraden eine Dankeschönveranstaltung und 150 Euro vom Ortschaftsrat. "Das war eine gute Sache." Auch der Förderverein komme in Fahrt. Dr. Bernhard Schwandt: "Er hat sich als Begleiter der Ortswehr entwickelt und wird immer stärker zum ortschaftsförderdenden Verein."

Genthins Bürgermeister Thomas Barz würdigte die Einsatzbereitschaft der Gladauer Kameraden beim Hochwasser und beim Kartoffelfest. Er versicherte ihnen, dass "die Feuerwehren kein Sparmodell sind".

Auch Stadtwehrleiter Achim Schmechtig sieht eine kontinuierliche Entwicklung der Ortswehr und eine gute Zusammenarbeit mit dem Förderverein.

"Mit eurem Hochwassereinsatz habt ihr einen guten Beitrag für die Anerkennung der Gemeindefeuerwehr Genthin geleistet", so der Stadtwehr-leiter.