Die Stadtseniorenvertretung steht kurz vor ihrer Gründung. Während einer ersten Zusammenkunft waren mehr als 30 Interessierte im Rathaussaal zusammengekommen. Im März wird die Seniorenvertretung im Stadtrat vorgestellt.

Genthin l Noch ist der Stadtseniorenrat nicht gegründet, aber die enorme Teilnehmerzahl der ersten Zusammenkunft, lässt vermuten, dass sich das Gremium in den kommenden Monaten finden wird.

Stadtseniorenvertretung als kommunales Gremium

Die Stadtseniorenvertreter sollen zukünftig als Sprachrohr für die ältere Generation dienen. Bürgermeister Thomas Barz stellte den Anwesenden einen ersten Satzungsentwurf vor, der die Rechtsgrundlage für die Arbeit der Stadtseniorenvertretung bilden soll.

"Er hat nichts mit Vereinswesen zu tun", machte Barz deutlich. Vielmehr seien die Stadtsenioren eine auf der Gemeindeordnung gegründete Vertretung. Sie sollen sich parteipolitisch neutral und konfessionell unabhängig um die Belange der älteren Bürger kümmern. Die Stadtseniorenvertretung soll in die Entscheidungsfindung der Stadt eingebunden werden. "Sie bekommen von uns auch Vorlagen, die Sie angehen, zur Verfügung gestellt", kündigte Bürgermeister Thomas Barz an.

Die Stadtsenioren können sich zu bestimmten Themen positionieren oder diese zur Kenntnis nehmen. "Das letzte Wort hat aber immer der Stadtrat", machte Barz deutlich. Auch bei der Einrichtung der Seniorenvertretung.

Während der nächsten Stadtratssitzung am 20. März wird das neue Seniorengremium vorgestellt. Bereits jetzt wurden beim Treffen erste Eckpunkte festgelegt. Dabei ist nunmehr ein straffer Zeitplan einzuhalten, denn bereits am 1. Juni soll die Seniorenvertretung mit ihrer Arbeit beginnen.

So soll das Gremium aus zwölf Mitgliedern und ebensovielen Stellvertretern bestehen. Aus ihren Reihen soll während der nächsten Zusammenkunft im Mai auch ein Vorstand gewählt werden. Wichtig war vielen Teilnehmern, dass auch Vertreter der Ortschaften bei der Zusammensetzung des Gremiums berücksichtigt werden.

Wunsch nach Einrichtung eines Seniorenkinos

Der Vorsitzende der Kreisseniorenvertretung Karl-Heinz Koszior hatte die Stadtseniorenvertretung angeregt und unterbreitete erste Vorschläge für mögliche Veranstaltungen in der Stadt, wie Infomationstage zur Pflege oder Vorträge über Themen wie Alzheimer. "Wir wollen auch ein Seniorenkino einführen", schlug er vor. Wichtig war vielen Anwesenden auch der Kontakt zu den anderen Generationen. So gab es Vorschläge aus der Runde, Kindertagesstätten zu besuchen und dort mit den Kindern zu lesen oder zu basteln. Auch eine umfängliche Öffentlichkeitsarbeit ist geplant.

"Wir müssen uns zudem um den Erhalt der sozialen und kulturellen Einrichtungen bemühen", war aus dem Gremium zu hören. Dabei kam die Sprache auch auf den Verkauf des Lindenhofes, dem besonders all die Senioren mit Spannung entgegensehen, die dort mit ihren Vereinen zu Gast sind. "Ich kann Ihnen garantieren, dass wir den Lindenhof nur unter der Bedingung veräußern, dass dort auch weiterhin Vereinsleben stattfindet", konnte Bürgermeister Barz beruhigen.

Der Lindenhof werde nach dem Verkauf von der Stadt für zehn Jahre zurückgemietet. An zwei festen Tagen solle er für Vereine offen stehen.

Auch zu solchen Entscheidungen der Stadt soll sich die Seniorenvertretung künftig äußern.