Dretzel l In der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Dretzel blickte Ortswehrleiter Andreas Engel auf ein ereignisreiches Jahr zurück.

Das Jahr 2013 wird als einsatzstärkstes Jahr in der Amtszeit von Ortswehrleiter Andreas Engel in die Annalen eingehen. "Schuld" daran war das Hochwasser im Juni des vergangenen Jahres. Von insgesamt zehn Einsätzen wurden neun innerhalb von nicht einmal drei Monaten gefahren. Beim Hochwasser kamen die Dretzeler Kameraden auf 386,43 Einsatzstunden. Insgesamt kamen 453 Einsatzstunden, 514 Dienststunden und 24 sonstige Stunden zusammen. Andreas Engel: "Die 15 aktiven Einsatzkräfte brachten es auf 991 Stunden. Das entspricht einem Schnitt von 66 Stunden pro Einsatzkraft."

Auf die Ausbildung wurde wie immer viel Wert gelegt. Neben den Dienstabenden gab es auch zwei Tagesausbildungen. Die Atemschutzgeräteträger haben die Atemschutzstrecke erfolgreich absolviert. "Phillip Herbst und Denny Thom haben nach dem Sprechfunkerlehrgang den Atemschutzgeräteträgerlehrgang erfolgreich beendet, um sich anschließend zum Truppführer zu qualifizieren. Eine starke Leistung", lobte Andreas Engel.

Fast 4000 Kilometer, 3220 mit dem MTW und 736 mit dem TSF-W, wurden mit den Einsatzfahrzeugen zurückgelegt. Andreas Engel: "Das ist für unsere Wehr eine beachtliche Strecke." Verbessert und erweitert werden konnte auch die Ausstattung der Ortswehr. Durch eine gemeinsame Finanzierung von Stadt und Feuerwehrverein konnten alle Kameraden mit hochwertigen Schnürstiefeln ausgestattet werden. In Auswertung des Hochwassers konnten drei neue Handlampen beschafft werden. Außerdem stellte die Stadt eine Tauchpumpe und zwei Waathosen zur Verfügung.

"Unsere Tagesalarmbereitschaft muss ich weiterhin als schlecht einstufen", erklärte der Ortswehrleiter. Das sei die Schattenseite, wenn die Kameraden alle ein Arbeitsverhältnis haben und größtenteils außerhalb von Dretzel arbeiten. Deshalb würde er sich wünschen, dass die ausgebildeten Kameraden aus der nicht aktiven Wehr wieder den Weg zurück in die aktive Wehr finden würden. Dadurch könnte die Tagesalarmbereitschaft verbessert werden.

Die Ausbildung wird auch in diesem Jahr fortgesetzt. Einige Kameraden sind für verschiedene Lehrgänge angemeldet. "Ich denke, wir sind weiter auf einem guten Weg", so der Ortswehrleiter. Auf die Mitgliedergewinnung sei weiterhin großes Augenmerk zu legen.

Ein Dankeschön richtete Andreas Engel an den Feuerwehrverein. Dieser hat seit Januar das Gemeindehaus mit einer Alarmanlage ausgestattet.

Hinsichtlich auf die Geschehnisse in der Ortsfeuerwehr Paplitz ist sich der Ortswehrleiter sicher, dass "so wie die Feuerwehr Dretzel aufgestellt und ausgebildet ist, kann uns momentan so ein Schicksal nicht betreffen".

Ganz wichtig sei die Förderung der Jugend über den durch den Feuerwehrverein betriebenen Jugendclub. Andreas Engel: "Es ist sicher nicht der klassische Weg, für die Jugendfeuer Mitglieder zu werben. Aber er ist erfolgreich." So sind alle fünf Neuaufnahmen der letzten Jahre aus dem Jugendclub hervorgegangen. Unbedingt gelöst werden muss für die Zukunft die Betreuung im Jugendclub. Grund: Die Bürgerarbeit läuft in diesem Jahr aus.

Genthins Bürgermeister Thomas Barz machte im Fall der Jugendclub-Betreuung Hoffnung auf eine zeitnahe Lösung. "Ich freue mich über die vielen jungen Leute hier."

Stadtwehrleiter Achim Schmechtig ist um die Zukunft der Ortswehr nicht bange. "Ihr leistet eine Jugendarbeit mit bemerkenswerten Erfolgen." Auch die Zusammenarbeit mit dem Feuerwehrverein sei sehr zielorientiert. "Ihr seid eine kleine, aber feine Ortswehr."