Genthin l Der Genthiner Schützenverein, einer der ältesten und traditionsreichsten Vereine der Kanalstadt, unternimmt große Anstrengungen, um weiterhin zukunftsfähig zu bleiben. Das machten seine Mitglieder auf der jüngsten Jahreshauptversammlung am Freitagabend deutlich.

Das Vereinsleben, die Ausübung des Schießsports und das öffentliche Engagement im Leben der Stadt nahmen der Vorstand und die Mitglieder unter die Lupe.

Grundsätzlich, dass stellte Vorstandsmitglied Peter Tietz in seinem Bericht allerdings voran, blieb das zurückliegende Jahr ohne Vorkommnisse mit Schusswaffen, was für die Kompetenz und Disziplin der Schützen und Stadtaufsichten spricht.

Auf sportlichem Gebiet sei der Genthiner Schützenverein sehr erfolgreich gewesen. Mit dem Quartett Elvira Barske, Klaus Haberland, Armin Staufenbiel und Reinhard Espich war der Verein gut aufgestellt: Auf sein Konto gehen Kreismeistertitel in verschiedenen Disziplinen, Pokalgewinne bei den verschiedenen Pokalwettkämpfen und vordere Platzierungen.

Mit einem kritischen Unterton wurde im Rechenschaftsbericht auch festgestellt, dass trotz der sportlichen Erfolge die Teilnahme der Genthiner Schützen an überregionalen Wettkämpfen, aber auch am Spee-Pokal, rückläufig sei. Anders beim Firmenpokal, bei dessen Premiere fünf Teams vertreten waren und sich das Teilnehmerfeld im vergangenen Jahr bereits verdoppelt hatte.

Mit dem Zieten- und dem Gewehrpokal bot der Genthiner Schützenverein wiederum zwei hochklassige Schießsportvergleiche an, die eine Fortsetzung finden werden. "Beide Wettkämpfe erfreuen sich einer großen Beliebtheit. Altenklitsche ist bei den Schützen eine sehr gute Adresse", stellte Peter Tietz fest.

Er hob in seinem Bericht unter anderem das Engagement von Armin Staufenbiel und Eike Rathner als Kampfrichter hervor.

Thema des Abends waren auch die notwendigen Sanierungsmaßnahmen auf dem Schießlatz in Altenklitsche. Der Verein will den Pistolenstand anputzen, die Fußböden sollen einen neuen Estrich erhalten. Am Sonnabend, 29. März, wird ein Arbeitseinsatz, im Oktober ein zweiter Arbeitseinsatz durchgeführt.

Walter Müller stimmte im weiteren Verlauf der Versammlung die Mitglieder des Schützenvereins darauf ein, dass ein Fachmann den Schießstand in Altenklitsche einer turnusgemäßen Überprüfung unterziehen werde.

In einem sehr ausführlichen Diskussionsbeitrag legte Armin Staufenbiel seinen Vereinskollegen nahe, neben "Spaßschießwettbewerben" wie das geplante Osterschießen, auch anspruchsvolle Wettbewerbe auszurichten. Beides müsse gegenseitig abgewogen werden, sagte er. Er schlug vor, im Hinblick auf die Köppen-Traditionspflege in der Stadt einen "Köppen-Pokal" ins Leben zu rufen. Der Vorstand wird diesen Vorschlag mit in seine nächste Sitzung nehmen.

Staufenbiel regte unter anderem an, in Vorbereitung des Firmenpokals gezielt Vereine und Unternehmen anzuschreiben, um den Vergleich noch populärer zu machen. Der Schützenverein zählt gegenwärtig knapp 40 Mitglieder.