Schlagenthin (mfe) l Die vierte Auflage des Schlagenthiner Kulturwinters findet heute Abend im evangelischen Gemeindehaus statt.

Präsentiert wird den Besuchern dieses Mal wieder ein historisches Thema. Unter dem Titel "Historische Hochwasser zwischen Elbe und Havel" wird Antonia Beran, Leiterin des Genthiner Kreismuseums Jerichower Land, über große Hochwasser der Vergangenheit in unserer unmittelbaren Umgebung und deren Auswirkungen auf die Menschen sprechen.

Hochwasser bedrohten stets die Menschen in der Region. Schon vor dem Beginn des Deichbaus im 12. Jahrhundert durch niederländische Kolonisten überschwemmte die Elbe, bedingt durch das natürliche Gefälle, regelmäßig die gesamte Niederung im Elbe-Havel-Dreieck in nordöstlicher Richtung.

Im Bewusstsein der ständigen Überflutungsgefahr haben die Vorfahren im Mittelalter ihre Dörfer auf sandigen Höhen gegründet und sie zusätzlich mit bogenförmigen Wällen geschützt. Die tiefer gelegenen, durch den Elbeschlick fruchtbaren Böden wurden für die Landwirtschaft genutzt. Gelegentliche Überschwemmungen wurden hier in Kauf genommen.

Eines der höchsten vor 2002 und 2013 war das Hochwasser vom April des Jahres 1845.

Der vergangene Sommer hat gezeigt, dass ein Hochwasser die Bevölkerung auch heute noch deutlich treffen kann und tiefe Einschnitte im Leben der Menschen hinterlässt.

Der Vortrag beginnt diesmal etwas später als üblich. Um 19.30 Uhr wird Antonia Beran mit ihren Ausführungen beginnen, sagt Yvonne Pilz vom Förderverein Kirche Schlagenthin, der die Veranstaltungen organisiert.

Nicht nur Besucher aus Schlagenthin sind herzlich willkommen.