Hohenseeden l Zwei Wochen vor Ostern - am Sonntag, 6. April - wird es in Hohenseeden im "Garten der Begegnung" bei Familie von Reinersdorff (Schattberger Straße 4) wieder eine Ausstellung von Kunsthandwerk mit vielen schönen Dingen verschiedener Anbieter geben. In der Zeit von 13.30 bis 17 Uhr sind die Besucher dann eingeladen zum Schauen und Staunen, zum Kaufen hübscher Geschenke und Dekorationen fürs Fest, aber auch zum gemütlichen Beisammensitzen bei Kaffee und Kuchen.

Die Frauen des Freundeskreises der Kirchengemeinde Hohenseeden/Reesen sind schon seit dem 2. Februar dabei, für die Osterausstellung Material zu sammeln und zu basteln, berichtete Gabriele von Reinersdorff. Insgesamt machen 15 Frauen mit, wobei nicht jedesmal alle da sind, denn die Basteltreffs sind wirklich sehr oft: zunächst jeden Nachmittag von Montag bis Donnerstag, zuletzt drei Tage pro Woche.

Nun ist alles soweit fertig. Gut 400 ausgeblasene Hühnereier haben die Frauen bemalt und beklebt, dazu etwa 50 große Eier zum Anhängen. Sie haben jede Menge Türkränze, Gestecke, Körbchen, Schalen und andere hübsche Sachen zur Dekoration gebastelt. Moos und Buchsbaum in Mengen haben sie zuvor gesammelt und geschnitten, auch Zweige und andere Naturmaterialien.

Männliche Hilfe hatten sie von Hartmut Naue, der unter anderem Hasen aus Holz gesägt hat, die für einige Dekorationen verwendet wurden.

Der Erlös aus dem Osterbasar ist für den Erhalt des Hohenseedener Kirchturms bestimmt, erklärt Gabriele von Reinersdorff. Allerdings werde es noch ein paar Jahre dauern, bis genügend Geld beisammen ist, um dieses nächste Sanierungsvorhaben an der Kirche zu beginnen, denn insgesamt werden etwa 70 000 Euro gebraucht. "Wir sind froh, dass das Kirchenschiff soweit fertig ist", freut sich die Hohenseedenerin über das bisher Erreichte. Nun gelte es, genügend Eigenmittel zusammen zu bekommen, ohne die es keine Fördermittel gibt, um auch noch den Turm in Ordnung bringen zu können.

Die Frauen hoffen deshalb, dass wieder viele Besucher zur Osterausstellung kommen und auch viele Spenden hier lassen. Die zauberhaften Basteleien sind ohnehin eigentlich fast unbezahlbar, so viele Arbeitsstunden stecken darin. Diese Zeit haben alle aber wieder sehr gern gegeben.