Genthin l Neue Informationen zum grundhaften Ausbau der B1 lieferte Bauamtsleiterin Dagmar Turian am Montag im Bauausschuss: So werden Kreuzung und Übergangsbereich an der Berliner Chaussee mit einem Leitsystem für Behinderte ausgestattet. "Es wird Aufstellflächen mit Markierungen sowie Quer- und Längsrillen geben", so Turian. Außerdem werde ein Leitsystem in die Fahrbahn eingebaut. "Das alles ermöglicht Behinderten eine bessere Führung."

Turian erläuterte weiter, dass die Ampeln mit einem akustischen Signal versehen werden. Seine Meinung zu Ampeln machte Karl-Heinz Blume (Die Linke) deutlich: "Die sind in den meisten Fällen überflüssig. Ein Kreisverkehr wäre besser. Andere Städte wie zum Beispiel Ziesar machen uns das vor." Darauf reagieren wollte allerdings keines der Mitglieder und so blieb der Einwand unkommentiert stehen.

Blume erkundigte sich auch nach einer großflächigen Umfahrung für Genthin während der Baumaßnahme. Idealerweide solle der Verkehr ab Hohenseeden umgeleitet werden. Dies sei vorgesehen, erwiderte Bürgermeister Thomas Barz. Aber ob sich die Lkw daran halten, könne er nicht versprechen.

Ein weiteres Problem sah Klaus Voth: Wenn über Roßdorf und Brettin umgeleitet wird, betreffe das auch die Genthiner. "Wenn ich von der Brettiner Chaussee auf die B 107 will, stehe ich da jetzt schon ewig. Das wird mit der Umleitung noch schlimmer", sagte Voth und wollte wissen, ob es einen Notfallplan gebe.

Diese Bedenken hätte die Stadt auch gehabt, pflichtete Bürgermeister Thomas Barz bei. Er hätte dies bei der Landesstraßenbaubehörde in Magdeburg vorgetragen und folgende Antwort erhalten: Die Ampeln orientieren sich am Verkehr und stellen die Grünund Rotphasen bei Bedarf um. So würden die Wartezeiten dort verkürzt. Barz versicherte auch, dieses Problem im Blick zu haben. "Wir wollen ja nicht, dass da einer einen Bockwurstladen aufmachen kann."

Den zweiten Bauabschnitt (Werderstraße) thematisierte Günter Sander (Grüne): "Was passiert mit den Bäumen dort?", wollte er wissen. "Das wissen wir noch nicht", sagte Barz. Sander betonte, dass es wichtig sei, Alternativen zu Fällungen aufgezeigt zu bekommen. "Die Bäume aus dem ersten Bauabschnitt sind ja nun alle schon zu Feuerholz geworden. Beim zweiten Abschnitt sollte es noch andere Optionen geben." Barz versprach, mit der Planerin Heiderose Seidel nach Alternativen zu suchen und die Ausschussmitglieder zeitnah zu informieren.

Bauamtsleiterin Dagmar Turian informierte außerdem darüber, dass die Aufenthaltsflächen im ersten Bauabschnitt nach den Arbeiten in den Ist-Zustand versetzt werden. Das heißt, am sowjetischen Ehrenmal wird es wieder Bänke und Papierkörbe geben. Die Straßenbeleuchtung wird erneuert. 19 LED-Leuchtpunkte sind geplant, teilte Dagmar Turian mit.