Genthin l Pünktlich zu Beginn des ersten Familientages im Genthiner Volkspark kam nach Tagen des schlechten Wetters die Sonne heraus. "Wenn hier so eine Veranstaltung angeboten wird, dann muss man auch hingehen", fand Axel Marquart, der schon im Campingstuhl Platz genommen hatte. Auf der Decke baute Berliner Enrico Müller schon eifrig den Grill auf: "Ich hatte heute nichts weiter vor und mit dem Zug ist man ja schnell hier."

Vier Bismarck-Schülerinnen warteten im Kuchenzelt auf Kundschaft, um Geld für den Abi-Ball zu sammeln. "Meine Familie kommt nachher auch noch", erzählte die 16-jährige Laura Polotzek. Ein Viertel der Einnahmen wird zudem auch dem geplanten Projekt des Spielplatzes im Volkspark zugute kommen.

Gleich beide Töchter der Familie Lechner aus Genthin ließen sich beim Kinderschminken des DRK ein Gesichtsmotiv verpassen. Bei der sechsjährigen Leonie war es ein Tiger, der mit funkelndem Glitzerpuder aufgepeppt wurde. "Ein ziemlich liebes Tigergesicht", stellte Mama Mandy fest und lachte.

Die Aufsicht an der Hüpfburg übernahm Kartoffelkönigin Caroline Lange. Schon bald waren die ersten Springer gekommen, um auf der "Giraffe" herumzutoben.

Etwas abseits konnten die Kinder 40 versteckte Osterkörbchen suchen, die zuvor von Kurt Wicke und seinem Team versteckt worden waren. Bobbycarrennen, Hopsegummi, Stelzenlauf und Spritzen mit einem echten Feuerwehrschlauch auf eine einem Haus nachempfundene Holzwand - den Kindern wurde für kreative und aktive Aktionen eine große Auswahl geboten.

"Ohne großen Kommerz. Einfach eine Aktion von Familien für Familien", sagte Andy Martius vom DRK, einer der Veranstalter. Sportlich wurden auch die Erwachsenen gefordert. Maik Sauer, Mitinhaber eines Genthiner Gesundheits- und Fitnesszentrums, zeigte, wie man Kugelhanteln richtig benutzt. Den ebenfalls mitgebrachten Schwingstab probierte Lena Jaschob aus. "Ist schön ganz witzig und mal was anderes", sagte sie. Eine Zumba-Stunde konnte man bei Ina Radde bekommen.

Toben und Entspannen, der Volkspark bot am Sonnabend die Möglichkeit für beides. "Das ist doch eine tolle Sache", meinten viele Besucher und stimmten mit Mandy Lechner aus Genthin überein, die sagte: "So einen Familientag sollte es ruhig öfter geben."

Einige Besucher schlugen sogar vor, dass es in diesem Jahr eine Wiederholung geben sollte. "Im Sommer ein paar Wochen vor dem Kartoffelfest, dann schläft der Schwung des Familientages nicht gleich wieder ein", meinte ein Ausflügler. Doch ganz gleich, wann es eine Fortsetzung gibt, der erste Familientag war eine gelungene Neuerung im Veranstaltungskalender.

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