Neue Feuerwehrleute in den Ortschaften und in der Stadt Genthin: Am Wochenende schlossen neun Teilnehmer den zum dritten Mal durchgeführten Grundlehrgang ab.

Genthin l Wie wird ein brennendes Haus am besten gelöscht? Wie können Verletzte aus einem Unfallauto befreit werden? Wann darf man mit Blaulicht und Sirene mit dem Feuerwehrauto unterwegs sein?

Nur einige Fragen, denen sich die neun Teilnehmer beim dritten zentralen Grundlehrgang der Stadt Genthin stellen mussten. An dessen Ende stand eine theoretische und praktische Abschlussprüfung, die von allen Kameraden mit Bravour bestanden wurde. Somit hielten sie ihre Lehrgangsbescheinigung für die bestandene Truppmannausbildung-Teil 1 in den Händen. Nicht nur aus Genthin und Altenplathow, sondern auch aus Gladau, Dretzel, Paplitz sowie Tucheim nahmen Feuerwehrkräfte teil.

"Es ist ein wichtiges Ehrenamt, mit dem Ihr verantwortungsvoll und umsichtig umgehen müsst", sagte Stadtwehrleiter Achim Schmechtig.

Seit November letzten Jahres haben die Teilnehmer das fachliche Rüstzeug für ihren weiteren Weg bei der Feuerwehr erworben. In 70 Ausbildungsstunden wurden die Feuerwehrleute fit für den Einsatz gemacht. Theorie und Praxis hielten sich dabei die Waage. "Besonders beeindruckt hat mich die technische Seite", meinte Udo Krause von der Ortsfeuerwehr Tucheim.

Man mache sich häufig gar keine Gedanken, wie Schläuche angeschlossen und Wasser aus einem Hydranten gefördert werde. Für Krause ist das Engagement bei der Feuerwehr eine Möglichkeit, sich in seinem Heimatort einzubringen. "Ich wollte etwas Sinnvolles machen und mich einbringen, die Feuerwehr sehe ich als einen wichtigen Bestandteil unserer Ortschaft an." Denn Feuerwehr bedeutet nicht nur Retten, Löschen und Helfen, sondern auch soziales Engagement. In vielen Orten sind die Wehrleute wichtige Stützen bei der Durchführung und Sicherung von Veranstaltungen.

Das Miteinander war auch ein wichtiger Punkt der umfangreichen Ausbildung in Genthin. "Neben der Wissensvermittlung fördert die Schulung auch das Kennenlernen der Ortswehren untereinander und festigt die Kameradschaft", sagte Stadtwehrleiter Schmechtig. Wenn man sich kenne, könne man auch bei Einsätzen besser miteinander umgehen.

Im Jahr 20111 wurde der Ausbildungsgang zum ersten Mal in Genthin aufgelegt. Seitdem haben 28 Teilnehmer die Ausbildung durchlaufen. "Die Grundausbildung ist sozusagen die Gesellenprüfung der Feuerwehrleute", erläuterte Bürgermeister Thomas Barz. "Wir sind froh über jeden, der sich in der Feuerwehr engagiert." Mit der Truppmannausbildung sind die Absolventen nun einen großen Schritt weiter. "Wir sind jetzt richtig einsatzfähig und dürfen nun auch mit rausfahren", freuten sich die Absolventen.

Eine gute Ausbildung sei ein die Grundlage dafür, dass die Feuerwehr eine schlagkräftige und einsatzfähige Truppe bleibe. Die Zahlen belegen diese Aussage. Im vergangenen Jahr mussten die Genthiner Wehren zu insgesamt 321 Einsätzen ausrücken. Die Ortswehren waren dabei ein wichtiger Garant für den Brandschutz der Einheitsgemeinde.

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