Die Diskussion um den Friedhof dominierte die Ortschaftsratssitzung in Tucheim. Dabei ging es um anonyme Flächen zur Urnenbeisetzung, aber auch um das gesamte Erscheinungsbild der Anlage.

Von Bettina Schütze

Tucheim l Die Ortschaftsräte haben sich in ihrer Sitzung am Dienstagabend einstimmig dafür ausgesprochen, auf dem Friedhof in Tucheim eine anonyme Fläche zur Urnenbestattung sowie eine weitere Urnengemeinschaftsanlage mit Namensplatten vorzuhalten.

Anlass der Diskussion war der Antrag eines Bürgers zur Einrichtung einer Urnengemeinschaftsanlage mit Namensplatten. Diese gibt es bisher lediglich auf den Friedhöfen in Genthin und Altenplathow. Genthins Bürgermeister Thomas Barz (parteilos) wies darauf hin, dass "man sich für eine Richtung entscheiden müsse. Beides (anonym und mit Platten) auf einer Fläche geht nicht". Ortschaftsrat Karl-Heinz Steinel (CDU) sprach sich für eine Stelle auf der Urnengemeinschaftsanlage aus, auf dem Namensschilder angebracht werden könnten. Dem Vorschlag war auch Ortschaftsrat Helmer Rawolle (LWG Tucheim) nicht abgeneigt. Aber auch die Möglichkeit mit nur einer Namensplatte sei für ihn denkbar. Der Ortschaft würden in beiden Fällen keine Kosten entstehen. Ortsbürgermeister Joachim Böhl (parteilos) hatte zuvor darüber informiert, dass die Verwaltung den Antrag des Tucheimer Bürgers prüfen werden. Er würde aber frühestens bei der Planung für den Haushalt 2015 Berücksichtigung finden.

Die bereits vorhandene Urnengemeinschaftsanlage auf dem Friedhof sehe nicht gut aus, sie sei verschlissen, so Joachim Böhl. Deshalb wird die lückenhafte Lavendelbegrenzung entfernt. Rasenkantensteine werden als Abgrenzung zum Hauptweg gesetzt. Rechts und links der gepflasterten Ablagefläche werden die noch vorhandenen Lavendelpflanzen ebenfalls entfernt, heißt es aus dem Fachbereich Finanzen/Immobilien. Die vorhandenen Frühjahrsblüher sollen beidseitig auf die Gesamtlänge der Ablagefläche verteilt werden. An beiden Seiten der Fläche wird der Rasen bis zur Pflasterkante heran gezogen. Ziel dieser Arbeiten ist es, das optische Erscheinungsbild zu verbessern und den Pflegeaufwand zu minimieren. Die Arbeiten sollen bis zum 30. April abgeschlossen sein.

Auch kommende personelle Veränderungen warfen während der Sitzung ihre Schatten voraus. Nach 14 Jahren Ortsbürgermeistertätigkeit kandidiert Joachim Böhl nicht mehr für den neuen Ortschaftsrat. "Ich möchte nun anderen Dingen, wie zum Beispiel dem Heimatverein, mehr Aufmerksamkeit widmen", erläuterte er.

Aus diesem Grund erhielt Böhl anlässlich seiner letzten Ortschaftsratssitzung aus den Händen der Ortschafts- und Stadträte Helmer Rawolle und Peter Bodamer zum Abschied neben einem Dankeschön für die geleistete Arbeit in den zurückliegenden Jahren auch ein kleines Präsent überreicht.