Musik verbindet. Sie lässt Freundschaften und Kontakte entstehen, die oft ein Leben lang halten. Am Wochenende werden sich zum wiederholten Mal Hobby-Musiker treffen, die in den 70er und 80er Jahren gemeinsam gespielt haben. Und sie werden natürlich auch Musik machen.

Parey/Königsrode l Der Königsroder Hof wurde diesmal als Treffpunkt für die Musikergemeinschaft ausgewählt. Es ist aber nicht das erste Treffen, berichtete Wilfried Vaupel aus Parey, einer aus dieser Runde. Die Kontakte zwischen den Mitgliedern der ehemaligen Bands, die sich 1990 aufgelöst hatten, blieben weiter bestehen. Und hin und wieder wurden mit kleinen Auftritten auch mal alte Traditionen aufgewärmt.

Sie nannten sich "VAGOS", "FF 77" und "Life-Combo" und waren weit über die Grenzen des damaligen Kreises Genthin hinaus bekannt.

Wilfried Vaupel erzählt ein wenig aus der Geschichte der Bands: 1970 gründeten Peter Goldbach, Bernd Artelt und er zusammen mit drei Burger Musikern zunächst das "Modern-Sound-Sextett", aus dem nach einem halben Jahr durch Weggang von zwei Burger Musikern das "Modern-Sound-Quartett" wurde. Anfang 1971 verließ Siegfried Weber aus Burg die Band.

Im selben Jahr gründete sich in Parey daraus die Gruppe "VAGOS". Deren Mitglieder waren Wilfried Vaupel (Tasten/Saxophon), Bernd Artelt (Drums), Peter Goldbach (Gitarre) und Gerd Stolzmann (Bassgitarre). Gesungen wurde natürlich auch. Im Jahr 1977 war Renate Goldbach bei VAGOS noch kurz eingestiegen.

In Genthin gründete sich fast zeitgleich die "Life-Combo" mit den Musikern Herwig Werner (Tasten), Mathias Koch (Drums), Uwe Vandersee (Bassgitarre), Klaus Lehmann (Gitarre), Günter Buchholz (Saxophon).

Während "VAGOS" Jugendtanzmusik mit fast ausschließlich internationaler Rockmusik spielte, widmete sich die Life-Combo der Tanz- und Stimmungsmusik.

1977 wechselte dann Wilfried Vaupel zur Life-Combo. VAGOS wurde danach in "FF 77" umbenannt. 1980 kamen Gerd Stolzmann und Bernd Artelt ebenfalls zur Life-Combo.

Mit der Umbesetzung übernahmen Bernd Artelt das Schlagzeug, Gerd Stolzmann die Bassgitarre, Gerd Lange die Gitarre, Wolfgang Fischbach die Gitarre, wobei die Gitarristen sich abwechselten, Wilfried Vaupel spielte Saxophon und wechselte sich außerdem mit Herwig Werner an den Tasten ab. In dieser Besetzung wurde bis 1990 musiziert.

Bei "FF 77" stiegen die Jerichower Musiker Udo Birnbaum (Drums) und Siegfried Herrmann (Gitarre) ein und musizierten nun gemeinsam mit dem Ehepaar Goldbach. In dieser Besetzung war die Band eine der erfolgreichsten und ausgezeichnetsten Bands im früheren Bezirk Magdeburg.

Mit der Einheit Deutschlands und der damit verbundenen Suche nach Arbeit im Westen stellten 1990 beide Bands ihr Wirken ein.

Erstes Treffen nach Auflösung der Bands bereits 1997

Im Jahr 1997, 20 Jahre nach Gründung von "FF 77", lud Familie Goldbach die ehemaligen musikalischen Wegbegleiter ins Weserbergland zu sich ein, und ein weiteres Mal zehn Jahre später, im Jahr 2007, diesmal mit Instrumenten.

Die Musiker, die zuletzt Mitglied der "Life-Combo" und von "FF 77" waren, wurden 2006 und 2010 zu Werners Wohnsitz im Landkreis Helmstedt eingeladen, woraus der Wunsch entstand, jährliche Musikertreffen beider Bands zu veranstalten.

In Birnbaums Tennis- und Freizeitcenter in Stendal trafen sich dann 2011 alle Musiker mit Ehepartnern, Juni 2012 bei Stolzmanns in der Nähe von Oberhausen und 2013 im Harz, immer im Juni von Freitag bis Sonntag, zum gemeinsamen Musizieren und gemütlichen Beisammensein.

In diesem Jahr hat diese Musikergemeinschaft vom 27. bis 29. April, also ab kommendem Sonntag, in Königsrode ein Treffen vereinbart. Für ein paar geladene gute Bekannte (alte Fans) werden am Sonntag ab 14 Uhr einige bekannte Titel zu hören sein.

 

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