Spannung unter den Genthiner Schützen: Am Sonnabend wurden auf dem Schießstand in Altenklitsche die Vereinsmeisterschaften ausgetragen. Ein Schießstandsachverständiger hatte nur wenige Tage zuvor den Schießstand einer Kontrolle unterzogen und keine Beanstandungen ausgesprochen. Ein gutes Omen.

Genthin l Nicht nur Peter Tietz, 1. Vorsitzender des Vereins, hätte sich mehr als zehn Schützen gewünscht, die um den Vereinsmeistertitel im Kleinkaliber-Gewehr und -Pistole, den Hauptdisziplinen des Schützenvereins, kämpften. Auch Eicke Rathner und Walter Müller machten da keine Ausnahme. "Von unseren 40 Vereinsmitgliedern sind ohnehin nur noch 20 aktive Schützen, und das verlängerte Wochenende hat sicherlich auch noch die Teilnehmerzahl gedrückt", erklärte Tietz die bescheidene Teilnehmerzahl.

Gleichwohl waren mit Walter Müller, Armin Staufenbiel, Klaus Haberland und Reinhard Espich alle Favoriten am Start. Nicht ohne Grund: Mit einem Titel in der Tasche empfehlen sie sich erneut für die Teilnahme an den Kreismeisterschaften im Juni in Gommern.

Mit den Schießleistungen, die am Sonnabend erzielt wurden, können sich die Genthiner dort sehen lassen.

Erwartungsgemäß setzten sich die Spitzenschützen durch. Eine Top-Leistung erzielte mit 196 Ringen von 200 möglichen bei 20 Schuss Walter Müller mit dem Gewehr.

Während die erfahrenen Vereinsmitglieder um sportliche Höchleistungen kämpften, bestand auch für einen Neuling des Vereins, den 14-jährigen Daniel D`Alessandro, die Möglichkeit, in den Schießsport hineinzuschnuppern. Nachdem die "Profis" den Schießstand verlassen hatten, gab es Einweisungen und Erläuterungen durch Peter Tietz. "Für den Anfang hat er heute seine Aufgabe gut gemacht und passable Schießleistungen vorgelegt, jetzt braucht er natürlich Training und Erfahrung", sagte Tietz. Daniel ist über das Bogenschießen zum Schießsport gekommen. Von den "alten Hasen" will er sich nun die Kunst der Ruhe und der Konzentration abschauen.

"Wir bemühen uns, ganz vorsichtig wieder eine Jugendgruppe aufzubauen", erklärt Walter Müller.

Die Aussichten sind gut: Mit Daniel und einem weiteren Jugendlichen aus der Region Jerichow zeige sich auch der Vorjahressieger des Herbst-Biathlons an einer Mitgliedschaft im Schützenverein interessiert. Der Herbstbiathlon wird vom Verein speziell für Jugendliche veranstaltet. Bisher beteiligten sich daran das Morus-Haus sowie die Sekundarschulen Brettin und Am Baumschulenweg.

Eine zehnköpfige Jugendgruppe des Schützenvereins löste sich in den 1990er Jahren auf, weil deren Mitglieder beruflich getrennte Wege gegangen sind. Zurück blieb ein Verein, der zwar sportlich überaus erfolgreich ist, der aber eine deutliche Überalterung ausweist. Nur acht Schützen sind unter 50 Jahre jung. "Unser Durchschnittsalter liegt bestimmt irgendwo über 60 Jahren", schätzt Peter Tietz.

Der nächste Höhepunkte im Vereinsleben werden im Spätsommer der Firmenpokal und der Zietenpokal sein.