Die Restauration der historischen Engeldecke in der Schlagenthiner Kirche ist fast abgeschlossen. Auch sind für alle Engel Paten gefunden, die mit einer Spende den Eigenanteil der Maßnahme finanziert haben.

Schlagenthin l "Wir haben Glück gehabt, dass der Winter so mild war", freute sich Pfarrer Johannes Möcker. Gemeinsam mit den Mitgliedern des Fördervereins für die Schlagenthiner Kirche besah er kürzlich die fast abgeschlossene Sanierung der Engeldecke in der Schlagenthiner Kirche. "Die Restauratorin Jutta Brumme konnte fast kontinuierlich arbeiten, nur im Januar gab es eine kurze Pause", fügt Rüdiger Schnapp vom Förderverein hinzu.

Im Herbst 2013 hatte die Restauratorin begonnen, die historische aber stark beschädigte Decke mit 58 Engeln wiederherzustellen. Nun ist diese Arbeit fast vollbracht und die kunstvollen Werke präsentieren sich in neuem Glanz. Bei der Sanierung sei die historische Farbe gefestigt worden, so dass die Werke nun dauerhaft erhalten werden können.

"Ohne die Restauration wäre die Farbe abgeblättert und in zehn Jahren nichts mehr von den Engeln übrig geblieben", erläutert Möcker die Notwendigkeit der Arbeiten, für die der Förderverein mit den Engelpatenschaften 11600 Euro als Eigenanteil für die rund 200 000 Euro teure Maßnahme beigesteuert hat.

Die Decke zeigt sich jetzt wieder im ursprünglichen Zustand. Übermalungen aus den 60er Jahren wurden entfernt, Details wieder sichtbar gemacht. "Bei den Engeln mit den Büchern ist die Schrift `Gloria in excelsis deo` wieder zu lesen", erläutert Pfarrer Möcker ein Beispiel für die Wiederherstellung.

Der Förderverein hat zudem für eine Überarbeitung des Lichtkonzeptes gesorgt. "Die Decke wird von neuen Lampen angestrahlt, so dass sie bei Gottesdiensten und Konzerten besonders zur Geltung kommt", erläutert Schnapp.

Am Pfingstsonntag werden die Engel allen Besuchern das erste Mal offiziell zugänglich sein. Dann werden um 14 Uhr die diesjährigen Konfirmationen in der Schlagenthiner Kirche gefeiert. Zuvor sind die Ortsbewohner zu einem Arbeitseinsatz aufgerufen.

"Wir wollen am 24. Mai um 9 Uhr zu einer Reinemachaktion zusammenkommen", kündigt Schnapp an. Natürlich dürfen die freiwilligen Helfer schon einmal einen Blick auf die sanierte Kirche werfen. Mit der Beendigung der Deckensanierung ist der Förderverein nicht ohne Aufgabe.

"Das nächste Projekt ist die Restauration des Kanzelbereiches mit Altar und Empore", blickt Yvonne Pilz in die Zukunft. Die Umsetzung dieser Maßnahme werde aber nicht vor 2016 beginnen. "Das kommende Jahr steht im Zeichen der Fördermittelbewerbung", erläutert Pilz. Eine andere Maßnahme wurde bereits vor einiger Zeit abgeschlossen.

An der Glockenanlage ist das Joch erneuert und die Steuerung elektrifiziert worden. "Jetzt können wir die Glocken wieder regelmäßig läuten", freuen sich die Fördervereinsmitglieder. Denn dieses Geläut gehöre zum dörflichen Leben einfach dazu.