Genthin (spö) l "Wenden Sie sich einen erfahrenen Jäger, bei dem sie weiter in die Lehre gehen können, allein der gerade erworbene Jagdschein ist erst der Anfang Ihrer jagdlichen Praxis", gab Kreisjägermeister Winfried Theß am späten Sonntagnachmittag den jungen Waidmännern auf den Weg, nachdem sie ihr Grünes Abitur bestanden hatten.

Von den am Sonnabendfrüh angetretenen 31 Prüflingen konnten letztlich 26 mit Erfolg die anspruchsvolle Hürde einer Schießprüfung, einer schriftlichen Prüfung, eines Tests in Waffenkunde und eines Revierrundganges nehmen.

Zum Auftakt des zweitägigen Prüfungswochenendes auf dem Schießplatz in Hüttermühle begrüßte Landrat Lothar Finzelberg ein "bunt gemischtes Teilnehmerfeld" aus insgesamt sechs Bundesländern. So unterzogen sich zukünftige Waidmänner aus Thüringen, aus Nordrhein-Westfalen, Brandenburg, Sachsen, Niedersachsen, Berlin und nicht zuletzt aus Sachsen-Anhalt der Prüfung durch die Prüfungskommission, die wiederum mit erfahrenen Waidmännern und -Frauen aus dem Jerichower Land besetzt war.

Unter den Prüflingen waren zwölf Bewerber aus der Region Genthin, die einen halbjährigen Kurs in Regie der hiesigen Jägerschaft belegt hatten. Die Dozenten, die zum Teil am Wochenende auch als Prüfer eingesetzt waren, konnten ihre gute Arbeit bestätigt sehen, denn alle Genthiner Kursteilnehmer schafften das Grüne Abitur.

Nach dem Überreichen der Zeugnisse über die Jägerprüfung und des kunstvoll gestalteten Jägerbriefes durch den Landrat am Sonntagnachmittag in der Gaststätte Deinert in Parchen folgte ein Schüsseltreiben. Jagdhornbläser sorgten für einen traditionellen Rahmen.

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