Ferchland l Eigentlich spiele er Geige, verriet der bulgarisch-stämmige, in Deutschland geborene Künstler aus Magdeburg. Probleme mit der Hand ließen ihn nach Alternativen suchen, und die kleine bunte Panflöte, die schon lange daheim an der Wand hing, gab schließlich den Ausschlag. Mehrere Panflöten hatte der Künstler dabei, unterschiedlich groß, unterschiedlich geformt und aus verschiedenen Ländern der Welt stammend. Und natürlich klingen alle auch anders. Das Spektrum der musikalischen Möglichkeiten ist riesig, wenn ein Könner wie Stanislawow auf diesen Hirteninstrumenten spielt.

Am liebsten improvisiert er, lädt die Zuhörer dazu ein, Gedanken und Gefühlen ihren Lauf zu lassen, in ferne Welten zu reisen oder zu sich selbst. Sich einfach überraschen lassen, was passiert.

Instrumente aus Australien zu hören

Um solche "Reisen" auszulösen, hatte Dobrin Stanislawow nicht nur seine Panflöten als Hilfsmittel. Immer wieder nahm er gleichzeitig die Oceandrum in die Hand, ließ sie kreisen, was Klänge wie Meeresrauschen erzeugt, legte sie sich dann auf die Knie, um zu diesem Rauschen weiterhin die Panflöte zu spielen oder das Didgeridoo, das Instrument der Aborigines in Australien. Oder er nahm eine seltsame Rassel zur Hand, die aus Samenkapseln einer südamerikanischen Pflanze hergestellt ist.

War schon er erstaunlich, welche Töne er den Instrumenten entlockte, so verblüffte doch erst richtig der sogenannter Obertongesang. Zu Tönen in normaler Stimmlage fügte er parallel sehr hohe, was eine besondere Technik erfordert.

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