Hohenseeden l Dieser alte Vierseithof wurde deshalb Schritt für Schritt von der Agrargenossenschaft umgestaltet. Begonnen wurde damit schon Anfang der 90-er Jahre. Mitte der 90-er Jahre öffnete bereits das Eiscafé.

"Mit der heutigen Form, wie sie seit zehn Jahren besteht, haben wir ein Kleinod geschaffen, das sehr gut angenommen wird", sagt Flügge. Auch überregional ist es ein Anziehungspunkt geworden. Monatliche Höhepunkte sind die Pferde-, Kleintier- und Bauernmärkte. Von den Händlern werde dieser sehr gut angenommen - hier müsse teilweise schon gebremst werden, um das besondere Profil des Marktes zu erhalten. Die Märkte sind zudem zu einem echten Treffpunkt geworden - feste Termine für Leute von überall her.

Für die Agrargenossenschaft läuft die Direktvermarktung eigener Produkte wie Spargel, Erdbeeren und Heidelbeeren sowie Getreide und Futtermitteln hier sehr gut, weiterhin von Kartoffeln, Obst und Gemüse sowie Honig aus der Region, Likören aus Loburg und vielem mehr. "Wir sind bestrebt, viele lokale Anbieter dabei zu haben."

Die Ausstattung wurde von Jahr zu Jahr verbessert. "Wir haben angefangen mit Bierzeltgarnituren", erinnert Gabi Buhl, Leiterin der Bauernscheune. Jetzt stehen rustikale Holztische, Stühle und Bänke zur Verfügung, die das ländliche Flair der integrierten Gaststätte unterstreichen.

Die Lage der Bauernscheune an der B 1 mit dem großen Parkplatz, auf dem auch Lkw stehen können, sei ein großer wirtschaftlicher Vorteil, weiß Gerhard Flügge. "Und wir bemühen uns natürlich auch weiterhin, immer wieder etwas Neues anzubieten", ergänzt Gabi Buhl und nennt unter anderem die geplante Wildaufbereitung. "Damit tun wir immer wieder einen Schritt in die Zukunft, der neue Perspektiven eröffnet."

Die Errichtung einer Wildkammer ist ein über das Leader-Programm gefördertes Projekt, berichtet Gerhard Flügge. "Hier wurde investiert, um die veterinärhygienischen Voraussetzungen zu schaffen, heimisches Wild in Verkehr zu bringen." Auch in Kühl- und Gefriertechnik wurde tüchtig investiert.

Heimische Jäger, die ein Stück Wild haben, können dann hier anrufen. Das Wild wird hergebracht, gewogen und kommt in die Kühlzelle. In der hiesigen Jägerschaft gebe es Leute, die Sachkunde haben für die Wildbretverarbeitung und es dann aufbereiten. Das Fleisch werde dann zum Teil eingefroren, ein Teil soll auch zu Schinken und Wurst verarbeitet werden. Das werden Fleischereien übernehmen, die Partner der Agrargenossenschaft sind.

Damit sollen sich dann weitere Kreisläufe schließen, unterstreicht Gabi Buhl: Wild aus heimischen Wäldern wird abgekauft und die Produkte sind dann für jeden zu haben.