Redekin l Die mehr als 60 Schützen aus Thüringen, Sachsen-Anhalt, dem Land Brandenburg und Niedersachsen waren am Start. "Eigentlich sind wir als internes Turnier gestartet", erläuterte einer der Vereinsleiter Torsten Schwartz. "Aber da die Mitglieder unseres Vereins erfolgreich an verschiedenen Turnieren teilgenommen haben und wir dadurch eine gewisse Bekanntheit erlangt haben, entstand der Wunsch der befreundeten Bogenschützen, bei uns teilzunehmen." Das sei durchaus eine Auszeichnung für den Verein. Die Teilnehmer begaben sich auf den sechs Kilometer langen Rundkurs, der mit 18 nachgebildeten Wildtieren gesteckt war. Nach einer drei-Pfeil-Runde am Vormittag und einer Runde mit nur einem Pfeil am Nachmittag standen die Sieger fest. Einer von ihnen war der Genthiner Edgar Löhr, der das Bogenschießen seit vier Jahren betreibt. "Das Faszinierende an dieser Sportart ist, dass wir mit einem Sportgerät arbeiten, das es schon seit zehntausenden Jahren in einer ähnlichen Form gibt", beschrieb er sein Faible für das Bogenschießen. Erfolgreich werde man wie überall durch viel Training der Schuss- und Zieltechnik. "Ich gehe den Schuss vorher im Geiste durch und führe ihn dann erst aus", erläuterte Löhr seine Technik. Dieses Visualisieren kenne man auch von Hochspringern oder Bobfahrern. "Bei uns ist die Ruhe vor dem Schuss wichtig", sagte Löhr, der bereits mehrere Meistertitel sein Eigen nennen kann.

Im Juni wird er als einer von drei Genthinern an der Bogenschützen-Europameisterschaft teilnehmen. Dort wird der Trubel etwas größer sein als in Redekin. Der Turniertag dort klang am Lagerfeuer in einer gemütlichen Runde aus. "Dazu gehörte viel Vorbereitung und Beistand, daher bedanken wir uns bei allen Helfern, die das Turnier ermöglichten", meinte Torsten Schwartz abschließend.

Wer sich für das Bogenschießen interessiert, kann im Internet unter www.boeglinge.de weitere Informationen finden oder mit dem Verein in Kontakt treten.