Klietznick (sta) l Ein junges "Goldpaar" hat am Sonnabend im Klietznicker Heydebleckhaus mit vielen Gästen fröhlich gefeiert: Heidrun (68) und Heinz Cayler (69). Heinz Cayler ist über das Dorf hinaus sicherlich vielen bekannt, weil er nach der Restaurierung der Klietznicker Orgel sein in der Kindheit erlerntes Klavierspiel "reaktiviert" hat und nun nicht nur die hiesige Orgel regelmäßig erklingen lässt, sondern hier und dort auch auf einem elektronischen Instrument musiziert.

Klar, dass die "Klietznicker Dorfspatzen" ihm und seiner Frau nun auch ein Ständchen zur goldenen Hochzeit brachten. Dass sie dabei ausnahmsweise auch ein Bergmannslied sangen, hat seinen Grund: Heinz Cayler hat 25 Jahre im Kupferschieferbergbau im Mansfelder Land gearbeitet und aus dieser Region auch seine Frau mitgebracht.

Zu Hause ist er in Jerichow und begann nach der Schule eine Lehre in Mansfeld. Heidrun Cayler hat in der Nähe von Sangerhausen auf der LPG gelernt. Beim Fasching im Lehrlingswohnheim in Sangerhausen haben sie sich kennengelernt - am 11. 11. 1961.

Geheiratet haben sie 1964, wohnten dann zusammen in Sangerhausen und bekamen zwei Kinder, Sohn und Tochter. Nach den 25 Jahren im Bergbau, die notwendig waren, um auch die Bergmannsrente zu bekommen, hat Heinz Cayler dort aufgehört. Es zog ihn zurück in die Heimat. Dass Klietznick nun der Wohnort der beiden wurde, lag daran, dass es hier mit einem Häuschen geklappt hat, dass sie sich im Laufe der Jahre schön hergerichtet haben.

Gearbeitet hat Heinz Cayler dann bis 1994 im Stahlbau Parey als Meister im Wareneingang. Heidrun Cayler hat 1992 eine Arbeit im Fachkrankenhaus bekommen.

Auch als Rentner ist es beiden nicht langweilig: In Haus, Hof und Garten gibt es genug zu tun, und sie haben Bienen, wenn auch nicht mehr einen ganzen Wagen wie früher, sondern nur noch drei Völker.