Mit einem Jahr Verspätung ist in Nielebock das 90-jährige Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr gefeiert worden. Wegen des Hochwassers 2013 war die Festveranstaltung ausgefallen und wurde nun nachgeholt.

Nielebock l Für ein kleines Dorf mit nur etwa 240 Einwohnern hat Nielebock lange Zeit eine sehr aktive, einsatzstarke Wehr gehabt. Inzwischen gibt es aber auch hier ganz akute Nachwuchsprobleme. Ortswehrleiterin Gudrun Ganske erinnerte daran, dass die Feuerwehr auch in schwierigen Zeiten immer aktive Arbeit zum Wohl der Allgemeinheit geleistet habe. "Darauf können wir stolz sein!"

Heute seien die Aufgaben einer Feuerwehr wesentlich vielfältiger geworden, unterstrich sie. Und doch seien es nach wie vor Freiwillige, die diese Aufgaben erfüllen - das sollte nicht vergessen werden. Dieses ehrenamtliche Engagement sei zunehmend schwieriger im Spannungsfeld zwischen Beruf und Familie und könne in einer Zeit, in der viele vor allem nach persönlichen Vorteilen streben und wo es viele attraktive Freizeitangebote gibt, gar nicht hoch genug angerechnet werden.

Gudrun Ganske warnte davor, auch noch die finanziellen Mittel für die Wehren weiter zu kürzen - als Folge der Kürzungen der Finanzausstattung der Kommunen. Denn eine moderne Ausstattung sei unerlässlich dafür, dass die Kameraden ihre Aufgaben erfüllen können.

In einem kleinen Rückblick auf die Geschichte der Nielebocker Feuerwehr stellte Gudrun Ganske die Entwicklung von der ersten Druckspritze, die noch mit Eimern befüllt wurde, bis zum Tanklöschfahrzeug und einer modernen Tragkraftspritze dar, berichtete vom schrittweisen Ausbau des neuen Gerätehauses und nannte eine Auswahl größerer Einsätze.

Zahlreiche Gäste waren der Einladung gefolgt, gratulierten und überreichten Präsente. Dazu zählten Kreisbrandmeister Walter Metscher, Harald Bothe, Bürgermeister der Einheitsgemeinde Stadt Jerichow, der stellvertretende Stadtwehrleiter Christian Hering, Holger Lüdtke und Steffen Taut vom Kreisfeuerwehrverband, Achim Schmechtig, Stadtwehrleiter in Genthin, sowie Vertreter der Ortsfeuerwehren Scharteucke, Redekin, Klietznick, Jerichow, Karow, Kade, Brettin sowie Groß- und Kleinwulkow und zahlreiche Sponsoren, ohne die die Feier nicht möglich gewesen wäre. Gudrun Ganske bedankte sich besonders bei den vielen Helfern vom Seedorfer Dorfclub und bei den Frauen, die für das Kuchenbüfett gesorgt haben.

Bei der Feuerwehrshow mit "Chris de Flambö" konnten die Kameraden und ihre Gäste mal die Alltagssorgen vergessen und einfach Spaß haben, wobei auch ihre Mitwirkung gefragt war bei "Feuerspucken", Armbrustschießen, Wettnageln und anderem mehr. Später gab es dann noch vergnügliche Musik und Witz mit der Gruppe LOMA (Lisa Wolf, Alfred Jansky, Otto Wernstedt und Moses Schermann) aus Genthin.

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