Derben l Als es ausgerechnet am vergangenen Sonntag, dem Tag des offenen Denkmals, so kalt und regnerisch wurde, hatten die Mitglieder des Heimatvereins "Elbaue" Derben/Neuderben schon die größten Befürchtungen, dass kaum ein Besucher kommen würde. Doch weit gefehlt: Zeitweise wurde es richtig voll in Heimatstube und Schiffermuseum, und es gab manches interessante Gespräch.

Unter den Besuchern waren auch zehn Mitglieder des Heimat- und Schiffervereins Bittkau. "Eigentlich wollten wir mit Fahrrädern kommen, haben dann wegen des Regens aber doch lieber Austos genommen", sagte Vorsitzende Helga Zersch. Herkommen wollten sie unbedingt, denn schon im vorigen Jahr hatten die beiden Vereine beim Jubiläum des Pareyer Heimatvereins erste Kontakte geknüpft und sich auch später noch einmal getroffen.

"Es ist schön, dass die Kontakte wieder in Gange kommen", sagte auch Dieter Bornemann vom Bittkauer Heimatverein. Er erzählte: "Früher haben zwanzig, dreißig Leute aus Bittkau im Stahlbau Parey gearbeitet. Da gab es von Bittkau zur Spitze an der Kanalmündung eine Fähre. Bis 1956 war das eine Gierseilfähre, dann ein Ponton mit Motor. Auch zum Einkaufen sind die Bittkauer gern über die Elbe gekommen, oder um in der Gaststätte an der Schleuse mal einen zu trinken."

Natürlich laden die Bittkauer auch zum Gegenbesuch ein, zum Beispiel zu ihrem nächsten Höhepunkt: Am 19. Juli gibt es in Bittkau ein Fest mit Chortreffen anlässlich des 150-jährigen Bestehen des Gesangsvereins zusammen mit den Feuerwehrjubiläum.

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