Die Genthiner hätten, anders als im gesamten Landkreis, Harry Czeke (Die Linke) im Amt des Landrates gesehen. Bei einer Wahlbeteiligung von guten 47,30 Prozent in der Stadt Genthin und ihren Ortsteilen erreichte er 22,56 Prozent der Stimmen. Amtsinhaber Finzelberg (parteilos) war ihm mit 21,73 Prozent dicht auf den Fersen.

Genthin l Johannes Ruch war gestern im Eingangsbereich des Genthiner Rathauses ein gefragter Mann. Als Herr über Beamer und Leinwand oblag dem Mitarbeiter der Verwaltung die Aufgabe, die aktuellen Ergebnisse der Landratswahl den Genthinern zu präsentieren.

Aus Gladau kam die erste Meldung

Als erstes Wahllokal meldete Gladau, nachdem die Europawahl ausgezählt wurde, die Ergebnisse gegen 18.30 Uhr. Dann folgten weitere Resultate Schlag auf Schlag, bis gegen 20.30 Uhr 15 von 16 Wahlbezirke ausgezählt waren. Mützel folgte etwas später.

Harry Czeke erreichte insbesondere im Wahlbezirk Grundschule "Ludwig Uhland" mit 30,91 Prozent und mit 27,36 Prozent der Stimmen im Wahlbezirk Volkssolidarität seine Wahlerfolge. In einer ersten Stellungnahme wirkte der Genthiner dennoch gedrückt. "Sicherlich ist es ein achtbares Gesamtergebnis. Trotzdem ist es schade, dass es nicht gereicht hat. Ich hätte mir den zweiten Platz gewünscht, um in die Stichwahl zu kommen. Es gibt im Landkreis regionale Unterschiede, so dass man nicht überall gleichermaßen bekannt sein kann", sagte er in einer ersten Stellungnahme.

Im internen Ranking der Bewerber nach Wahlbezirken konnte Amtsinhaber Lothar Finzelberg mit 23,75 Prozent der abgegebenen Stimmen im Kultur- und Freizeitzentrum Süd V als erster über die Zielgerade gehen. Neben Czeke (22,78 Prozent) und dem Christdemokraten Berkling (20,17 Prozent) hielt Finzelberg mit 21,91 Prozent der Stimmen unter anderem auch im Wahlbezirk Integrative Kita "Käthe Kollwitz" mit.

Sein bestes Ergebnis fuhr Lutz-Georg Berkling in Tucheim ein, wo er 25,36 Prozent der Stimmen auf sich vereinen konnte. Finzelberg folgte ihm allerdings mit 22,99 Prozent.

Der sozialdemokratische Landratskandidat Steffen Burchardt erreichte in den insgesamt 16 Wahlbezirken der Stadt Genthin zwar zweistellige Prozentzahlen, nahm aber in den seltesten Fällen die 20-Prozent-Hürde. Im Genthiner Ranking landete er hinter Harry Czeke (23 Prozent), Lothar Finzelberg (21,02 Prozent, Lutz-Georg Berkling (20,29 Prozent) mit 15,82 Prozent der abgegebenen Stimmen erst auf Platz vier.

Bei den Angaben zum Wahlausgang handelt es sich nur um vorläufige Ergebnisse. Der Wahlausschuss gibt am Dienstag um 18 Uhr im Rathaus die offiziellen Ergebnisse bekannt.

Bei Redaktionsschluss hielt die Auszählung der Wahlen zum Stadtrat noch an.

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