Einige Projekte haben die Mitglieder von Genthin2020 im vergangenen Jahr realisiert. Neues ist in Planung. Nebenher machen sie sich über private Pläne Gedanken.

Genthin l Mit zwei neuen Mitgliedern war das Jugend- und Zukunftsprojekt Genthin2020 im Rathaus bei Bürgermeister Thomas Barz zu Gast. Felix Wagner unterstützt das Team seit April. Maria Pfannkuchen gehört seit Mai dazu. Für ersten Nachwuchs ist also gesorgt. Einige Mitbegründer müssen sich derzeit neben dem Wunsch Genthin zu verjüngen auch mit Entscheidungen über ihre berufliche Zukunft befassen.

"Es ist wichtig, dass sie sich engagieren", sagte Barz. Er lobte die Gruppe dafür, die Kanalstadt für junge Menschen attraktiver gestalten zu wollen. Gut gefällt dem Stadtchef, dass es dafür keinerlei Geldes bedarf. Für diesen Einsatz gab es von der Stadt eine Ehrung in Form von Nachweisen über die bisherige Arbeit. "Vor allem ihre Öffentlichkeitsarbeit ist beachtlich", so der Bürgermeister. Die Jugendlichen zu erreichen, ist heute keine leichte Aufgabe, denn die Kanäle haben sich geändert, erzählte Barz aus eigener Erfahrung.

Sportliches Projekt im Visier

Selbst im Alter ihrer Zielgruppe müssen die Projektler nebenher auch ihre eigene Zukunft managen. Und dabei realistisch die beruflichen Grenzen einer Kleinstadt erkennen. "Ich werde jetzt eine Ausbildung in Magdeburg machen. Kann mir aber vorstellen, danach zurück zu kommen, wenn sich hier eine Möglichkeit zum Arbeiten ergibt", sagte Mitglied Jasmin Killmey auf Nachfrage von Barz. Jene Ehrenamtler im Team, die studieren wollen oder bereits mittendrin sind, sind unsicher, ob sich eine Chance bietet, in der Region zu arbeiten. So geht es zum Beispiel Alexander Otto und Lucas Geitner. Beide sind Mitglieder und Begründer des Jugend- und Zukunftsprojektes. Sie studieren derzeit in Magdeburg und Berlin.

Von der Zukunftsmusik geht es zurück in die Vergangenheit. Erste erfolgreiche Veranstaltungen wurden ausgewertet. "Der Berufsbildungstag hat mir gut gefallen", sagte der Bürgermeister. Diesen ordnet Projektleiter Otto in die Kategorie Karriereförderung für junge Menschen, während der "Young Day" auf dem letzten Weihnachtsmarkt unter dem Punkt Veranstaltung für Jugendliche laufen könnte. Mitglied Tom Golke hat bereits einen weiteren Aspekt im Blick: "Als nächstes haben wir an ein Sommerprojekt gedacht. Hier könnte der Sport im Mittelpunkt stehen."

Als Tipp gibt Barz Genthin2020 mit auf den Weg: "Arbeiten sie daran, dass sie überparteilich begriffen werden und bedenken Sie, dass das Projekt vermutlich nur die erste Station ist, wenn sie solche Arbeit auch in Zukunft so machen wollen."