Der Stadtseniorenrat hat in dieser Woche seine Arbeit aufgenommen. Während der ersten Zusammenkunft des Vorstandes wurden Fritz Franke zum Vorsitzenden und Heinz Köppe zu seinem Stellvertreter gewählt.

Genthin l Zügig hatte der Stadtseniorenrat in dieser Woche seine ersten Entscheidungen getroffen. Neben den beiden Vorsitzenden wurde Bernd Franke als Zuständiger für die Öffentlichkeitsarbeit benannt. Der neue Vorsitzende Fritz Franke, vielen durch seine Tätigkeit im Fußballverband Sachsen-Anhalt bekannt, wünschte sich eine gute Zusammenarbeit des Gremiums. "Wir sollten uns positiv streiten, verschiedene Ansichten und Vorschläge diskutieren."

Dabei kommt auf die Vorstandsmitglieder eine durchaus anspruchsvolle Aufgabe zu, wie Bürgermeister Thomas Barz betonte. "Wir werden Ihnen bestimmte Beschlussvorlagen des Stadtrates im Vorfeld vorlegen und Ihre Meinung dazu hören."

Die Hinweise würden vor der Beschlussfassung im Stadtrat auch vorgetragen werden, ähnlich wie es bei den Ausschüssen auch der Fall sei. Das könne beispielsweise die Umsetzung einer behindertengerechten Baumaßnahme sein.

"Das hat Auswirkungen auf viel mehr Menschen, als Sie glauben", meinte Barz. "Dort wo ein Rollstuhl durchkommt, schafft es auch ein Kinderwagen oder ein Fahrrad." Die Arbeit der Mitglieder bleibt auch nicht auf die Stadt beschränkt.

"Sie dürfen auch ein bis drei Vertreter zu den Kreissenioren entsenden, um dort ihre Interessen zu vertreten ", machte Sabine Zwies deutlich. Sie berät die Gremiumsmitglieder seitens der Stadtverwaltung Genthin. "Die Stadt nimmt in der Region eine Vorreiterrolle ein", erläuterte Gremiumsmitglied Karl-Heinz Koszior. Der Vorsitzende der Kreissenioren hatte lange für die Einrichtung des Genthiner Gremiums gekämpft. Kürzlich stellte er die Arbeit der Seniorengremien auch im Hause von Sachsen-Anhalts Sozialminister Norbert Bischoff vor.

Die Stadtsenioren wollen sich in ihrer nächsten Sitzung am 24. Juni im Rathaus eine Geschäftsordnung geben, die sich an die der Stadtsenioren in Stendal anlehnen soll. Als weitere Maßnahmen, die in absehbarer Zeit umgesetzt werden sollen, wurden ein Seniorenkino und Vortragsveranstaltungen im Kreishaus benannt. Fritz Franke betonte aber auch: "Wir sind nicht die Konkurrenz der Volkssolidarität und wollen auch kein Ersatz werden." Vielmehr sollen Organisationen und Vereine in die Arbeit des Stadtseniorenrates eingebunden werden.

"Wir werden auch die übrigen Mitglieder nicht vergessen", versprach Franke. Denn neben dem zwölfköpfigen Vorstand gehören auch weitere an der Seniorenarbeit interessierte Genthiner in den Seniorenrat. "Sie sollen bei der Planung und Umsetzung von Veranstaltungen je nach eigenem Interesse mitwirken", so der Vorsitzende. Zunächst müsse das Gremium aber zusammenwachsen und sich finden.

Geplant ist aber eine Sitzung in großer Runde, in der die Interessierten über die ersten Schritte des Gremiums informiert und ganz aktiv eingebunden werden sollen.